Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

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gemeint wird, der brief, die thür wovon die rede ist. Höheren werth umMtw'twe.-n öi n &c£-h«crt'»vXl u>v»l 
erlangen ältere beispiele der redeweise, zumal schon von Wolfram, welcher 
der gemeinen spräche nicht huldigt, von Parzival sagt er: 
sus kom unser toerscher knabe ■*»*>«-<ya-t<öuA 
geriten eine halden abe. 138, 9; ’ 
und die Aventiure, deren eingebung er folgt, anredend: 
beidiu iur herre und ouch der min. 434, 1. lue* ist o<yv, • 
Bei lateinischen dichtem und Schriftstellern wird man solche possessiva vifi.'bu 17. 
nicht vergeblich suchen: 
talis iste meus Stupor nil videt, nihil audit. Catull 17, 21, 
d. i. homo stupidissimus, de quo loquor; 
homo meus coepit ad stellas facere. fragm. von Petron; 
homo meus se in pulpito totum prosternit. Phaedrus v. 7, 33; ..... . 
at legatus meus ad emendum modo proficiscitur. Quintilian declam. 12, 18. ° 
familiaris noster Lucanus steht in Notkers Boethius 217 übertragen: nun W* MUl oW• 
. _ . ... n ■ u ;• • u oC<rcJ!xv rrr. VieKw, 
holdo Lucanus. eines ähnlich gesetzten <-|uoc bei den Griechen entsinne ich x>Zt. 
mich nicht, kann aber kaum daran zweifeln. Nap©l*-tv.ii>.'*e»vl'a-m.£ t 4 • 
3) Poetisch sind die Umschreibungen des persönlichen pronomens durch j-nut/i ötuinr^ "muim "THtitiu) *'''"* * 
das wirkliche possessivum: - ^ 
mol mins födur mser ramliga, (j)f-140, 1*0-itff, w 
moluit patris mei virgo fortiter. Gröttasang 20, 
d. h. ich armes mädchen muste einer magd gleich hart in der müle malen, i 
fast ganz wie 
iedochhät vi^l selten miner muoter tohter geschürt die brende. Gudr. 997, 4, 
doch habe ich arme kein feuer zu schüren gebraucht, was neulich Hahn s. 
28 ohne noth geändert hat in das schwächere: 
iedoch bat vil selten min muoter ir tohter schüren die brende. 
malen und feuerschüren sind knechtsarbeit. 
Ergreifend steht in Göthes Faust: 
herbei ein licht! 
man schilt und rauft, man schreit und ficht, 
volk. da liegt schon einer todt. 
Martha, die mörder sind sie denn entflohn? 
Gretchen. wer liegt hier? ^ f . 33. JT*' 
volk. deiner mutter sohn, d.i. er, dein eigner bruder. meinpap* =- 
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