Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 212 
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sich 9 d folgendergestalt aus: aber was leren sie (die doctores) uns? nicht 
guts, an der heiligsten zeit sind wir am allerlichtfertigsten, wan sie es uns 
vertragen und nit darumb strafen, es ist euwer gewonheit, am eschermit- 
wochen, so man die altar verhengt und dinh^ ™ hohen dingen ermant, so 
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rafter und seind so nerrisch 
cilium berüfte, so betrachte 
dasz man doctores als ge- 
} was seind wir für lüt, wir 
iin wirkliches wir, kein ihr 
iger den gegenüber der ge- 
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meinde ausgesprochnen tadel durch das wir nicht auf seine eignen schultern. 
Herzog Heinrich Julius von Braunschweig s. 223. 224 läszt die ehfrau 
zu ihrem mann sprechen: sihe, wie wir nun stehen? als wenn wir uns be- 
than hetten, pfui scheme dich, du yersofner heilloser mann! wolt ich dich 
%$ermifd)te abent, wann wir die nase 
35a8 „©eibern’fdje SBodjenblatt" uont 26. Stob, bringt folgcnbe sr helle bleiben können, 
tälnelbotr. 3118 ber befannte iBrofcffor 33ifd)off nodi ®irector am , 
©ijtimafwm in SG3efet war, trat er eines Jage» alß Ükljrer ber ’ es manns zu schonen, sie 
IjMma in biefe ©affe unb fat) gu feinem Staunen unb ©ntfc^en 
ttuf ber SBanbtafel getrieben: „®er Sifdfofi ift ein ©feil" Ünfer . 
fßr'oWfor crliolte fiel) jeboctj atsbalb, unb ba er bei bei« iljrn inwol)* 1- erzählt: Wallenstem, 
neubeu SüctflefttH fofort erfannte, baß mte : Unterfu<$ung ben Sittern ier zelten stunc ] e da ihm 
tatcv ntcf}t an8 Stdjt brtngen ober bte ©affe etnen SBerratfyer ntdjt # ’ 
in fich bergen »erbe, fo befdjloß er, fit!) toirffamer gu rä^en unb feine ter welchen sich ernanter 
frimaner mit nad)örücf(id)er moralifdjer Strafe ju jü^tigen. „9ßa8 . i j . • t 
treiben wir tjente?" fo tjob ber fßrofeffor im ernftcu £one an. )en zu S1CÜ una sa § te * lsl 
„SBtr Ijaben bic alten ©lafftfcr“, gab einer ber Sdjüler jur 9lnt= e gewesen? jener antwor- 
wort. „3a, frcilid), wir waren intest beim fßlutard), unb ba8 ging , , 
nitljt nadj SBnnfd), wir werben bafier batte repetiren!" Unb nun ia( len. nun wolan, sagte 
fteflte ber £err frofeffor feine fragen fo fcijwierig, baf; aud) fein , n twortete jener, oberst- 
einziger Schüler nur eine ridjtig gu beantworten im Stanbe war. ' 
hierauf ging Sßifdjoff rutjig zur £afel unb feftrieb hinter: „35er 93i= 1 hundsiutt, und kehrte 
fdjoff ift ein ©fei!" ba8 SBort: „Treiber", unb rief: „Sdjämt ©ud), „ e ju Q we2en a i. 
3§r habt fehlest ftubirt, fdfert ©ud) nad) §aufe unb forgt bafür, aSZ er inm von we 8 en 31 
baß ©uerSefjrer halb einen anberen jitet erlange." Unb tief befdiämt vas sind wir? redet zwar an, 
joö bte Staffe ab* P t i .. i 
«arm aller zragreicn einen geaanKen an die laut bahn des tragenden ausdrucken. 
In der schon 1744 erschienenen Verdeutschung von Holbergs dänischer 
Schaubühne band 3, 76 in der reise zur quelle 3, 11 ruft Jeronymus aus: 
sind wir hier, mein unvergleichliches fräulein? das ist mir lieb, dasz sie so 
glücklich curiert worden, das original hat: er hun der mademoiselle? (ist 
sie da, mamsell?), det er mig kiert, at hun saa lykkelig er bleven cureret, 
gab also keinen anlasz zu dem deutschen wir für die zweite person. 
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