Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 212 
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wo im vers v^otricpyi IlccT^oxXog imrEvg, wegen kürze von cg unzulässig gewesen 
wäre, auch ist schön, dasz der todwunde held zu seinen letzten Worten gleich 
sam sich erhebt. II. 15,246 steht aber zulässiges t^cts^yi. den zahllosen mit 
Kgelwv ’Ayajj.efj.vwv schlieszenden versen geht doch nur tt^o<te^>y\, fXETEfy) voraus, 
niemals TrqotrefYig, ixETsfvig, der dichter mag ihn nicht zu vertraulich behandeln. 
Dagegen kehrt in der Odyssee die berühmte zeile 
. tov <£’ uirafj-ußo^vog tt^ocreQng, Ev/xats crvßuiTa 
Ufc&«_ r c)i U^.\ikt4rcrU^ / j „■ mindestens vierzehnmal wieder, und obenhin säet sie nichts anders als was 
yw* «/H v , v , >n »* o > * 0 , * ~ , 
tov ö yuxei&et etteitu trwtimf? o^a/xog avogoov, oder 
tov d~aixEißöuEV cg ngotreipwvES 8icg Cxpoqßog. 
in der ganzen Aeneis weisz ich gar nichts was entspräche, von Voss liesz sich 
erwarten, dasz er diese art und weise in seiner Luise nachbildete, doch ver 
steht er auch damit hauszuhalten, denn nur fünfmal (1, 38. 241. 586. 3, 609. 
898) wiederholt sich der vers 
drauf antwortetest du, ehrwürdiger pfarrer von Grünau, ^ ° F 
zweimal heiszts mit geringer abänderung 
thränend begannst du anitzt, ehrwürdiger pfarrer von Grünau. 2, 120; 
jetzo redetest du, ehrwürdiger pfarrer von Grünau. 3, 42, Cau4 >vw» 4>*A*Mk\ <)u. 
und der eindruck dieser Wendungen ist unverwerflich. Göthe sagt im Her- 0 ^ 1 ^ 
mann 40, 303 noch zurückhaltender ein einzigmal: 
^ aber du zaudertest noch vorsichtiger nachbar und sagtest. 
cku)Vjt ck ' Auszer dieser anrede einzelner personen, die hier gleichsam aufgefor- 
dert werden sich laut vernehmen zu lassen, erfolgt sie aber auch bei andern 
! [/ . anlässen. II. 4, 127: 
v<M Kor**yfM x , 
ovos Teirev, IVJfvfAae, Seoi fj.ax.ageg AfAaoovro 
d&dvarot. gleich darauf v. 146. 
roTot toi, MsvfAas, juiav&Yjv a'ifjart fiYigoi 
evcpveeg xuyjfjat re i&'s Tcpvga xciK vnevegSev. 
unc ^ 702 •^■ ene ^ aos noc hmals der angeredete: 
cv£’ dga toi, MeveXae Siorgecpeg, föeXe S’v/uog 
reigo/ueuotg irdgoiTiv äfjvvefJLev. 
in dieser art wird von Wieland im Oberon 5, 1 gesetzt 
>ukt voiV^cxnevw &MAAJ\iJ5 n auch dich, o Rezia, floh auf deinen weichen schwanen 
o ,tk« fjtdu-, der süsze schlaf, 
° flj i" 3 ?j 3er schöner noch redet Wolfram seinen helden an 742, 27 
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