Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

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Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 212 
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homo quidam erat dives; 
homo quidam habuit duos filios, 
bei Luther: es war aber ein reicher mann; 
ein mensch hatte zween söhne; 
bei Ulfilas: manne sums vas gabigs; 
manne sums aihta tvans sununs, 
das ng nöthigte ihn zu sums und dem voranstehenden gen. pl., sonst hätte 
er auch mit manna begonnen, ahd. sum man habeta zuene suni. Matth. 21, 28. 
dies ng ist auch in no certo re hervorgehoben. Italienische lieder heben an: 
era di majo, e non era di giugno; 
erano tre ziteile, e tutte tre di amor, 
doch kann ein ci, da, vorgesetzt werden: 
c’erano tre zitelle. 
mhd. e? fuor ein büttenaere vil verre in fremdiu lant. 
Gotfr. von Nifen; 
auch im Iwein hebt die eigentliche erzählung an mit 
e? het der künec Artus u. s. w. 
deutsche lieder aber beginnen: 
es waren zwei königskinder; 
es gieng ein jäger aus jagen; 
nnl. het waren twe konincskinderen; 
schwed. det voro tvä ädla konungabarn; 
dän. der vare to adle kongebörn. 
Der unpersönliche lateinische, italienische, slavische, finnische ausdruck ent- 
räth des pronomens, es heiszt: tonat, tuona, auch noch ahd. donarot, ohne e*, 
franz. aber il tonne wie nhd. es donnert, schwed. det äskar, dän. det tordner, 
nnl. het dondert, engl, it thunders. der gothischen weise, die man wegen 
des verbums wissen möchte, werden wir nicht kund, ein pronomen stand 
nicht dabei, da rigneij), rignida vorkommt, kein ita rigneijb, ita rignida. 
In der edda noch: 
är var alda f)ä Ymir bygdi. Saem. l a ; 
aber auch: |)ar var Motsognir maeztr um ordinn. 2 b . 
dies J)ar und das dän. der, engl, there drücken das y des franz. il y avait 
oder jenes ital. ci aus. die zeit liegt bezeichnet in na vota, une fois, schwed. 
en gäng, engl, once, finn. ennen muinoin = jam dudum. 
* * Pa *-aw on 
ir.
	        

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