Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

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wortenden in erster gesprochen sind, nur darin erscheint immer des er 
zählenden einflusz, dasz die erste person nicht von sich selbst eintreten kann, 
jedesmal mit einem verbum, gewöhnlich einer ganzen, langen zeile des erzählers 
eingeleitet sind, was nur gemächlichen fortschritt zuläszt und ruhe über die 
ganze dichtung verbreitet, auch gewähren solche zahllose irgoaresiirs, q/jLsf- 
ßsro, ä7rauetßofjL6vog TT^ore(pY\ y oder wie sie sonst lauten, immer noch anmutige 
und lichtwerfende nebenbilder, ein avurraixevog oder virotya /<W u. s. w. vor 
hin sahen wir, dasz der dichter zuweilen seine leute ausdrücklich in zweiter 
person zur rede auffordert. 
Von dieser regen ruhe, wie man die epische nennen möchte, er 
scheint ein groszer abstand in unsern Nibelungen schon darin, dasz überhaupt 
mehr erzählt, weniger geredet wird, und dasz die reden nicht mehr in ganzen 
zeilen behaglich eingeleitet sind, obgleich ihnen meistenteils, nicht immer, 
noch ein sprach oder antworte vorausgeht, die ältere heimische darstellung, 
davon uns nur arme bruchstücke geblieben sind, die wir auch aus Verglei 
chung der altsächsischen und angelsächsischen epik entnehmen dürfen, ent 
faltete sich besser, verse wie 
Hiltibrant gimahalta Heribrantes sunu, 
Hadubraht gimahalta Hiltibrantes sunu 
halten den guten Stil, wie im Heliand: 
Johannes tho gimahalde endi tegegnes sprac 
them bodon baldlico; 
tho sprac en gelhert man, the ira gaduling war; Kim j^acÄYC. omh) „OyzeS 4Ä 
thö hebda eft is word garo, hielt sein wort bereit; 4fto 4* Qa\ tü u)<xrt) -44/2. ^ 
ags. Hrodgär madelode, heim scyldinga. Beov. 739; <Üe awfuj. nü5U“ au[ 4k 
veard madelode, J)«er on vicge sät. 569; 
altn. J)ä qvad J)at Gullrönd Giuka dottir. Saem. 213 b ; 
eino j)vi Högni andsyör veitti. 218 b . 
nur einzelne zeilen aus den Nibelungen gleichen, wie: 
dö sprach der kucbenmeister Rumolt der degen. 14U5; 1~ 7 M-2& 
dö rief von Tenemarke der marcräve Irinc. 1965; / 
gewöhnlich reicht schon der halbe vers hin, die rede einzuleiten. "ZeTdty 
Noch ferner epischem brauch stehn die erzählenden, in der kurzzeile 
abgefaszten gedichte des mittelalters, welche romanischem vorbild folgend 4\4 maJU, / yi^Jkr 
zwar oft das die rede bedingende sprach ausdrücken, häufig aber, so- cnt*^ 
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