Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

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fügung wir sodann unmittelbar die wolthätige flexion des nomens und ver- 
bums entspringen sehen, als im verlauf der zeit die flexionen sich abstumpf 
ten oder erloschen, treten nochmals pronomina auszen zu und leisten ohne 
haft, was sie vordem als suffixe leisteten. 
Jener Schimmer des lebens hatte sich tief über den bau der spräche 
gesenkt, sie kennt nichts lebloses, weisz nur von personen, legt ihnen al 
len menschliches geschlecht bei. mit diesem einen ruck wird lichter unter 
schied und wunderbare Ordnung in ganzen wortreihen aufrecht erhalten. 
Dem grammatischen grundgesetz bleiben nur drei pers 
die erste des redenden, die zweite des angeredeten, die drit 
dem jene beiden etwas sagen, auch jene lebendig gedacht< 
gegenstände wurden angeredet, doch die grosze zahl unbele 
zumeist unter der dritten person begriffen. 
Der erste und zweite stehen einander angesichts gegen 
nehmen sich, die dritte person hält die weite, hört nicht und \ 
rede, einen fernen werde ich nicht du, einen nahen nicht er nennen, auszer 
wo sich der sprachgenius verirrt hat. der vierte ist ni< 1 1 
dritter und so immer, fort, im dualis und pluralis tret( 
person aus dem gegensatz in die einigung. 
Streng genommen sind alle redenden erste person 
personen angeredete, dem redenden steht ein hörender, dem hörenden ein 
redender gegenüber, zwischen beiden unterreder 
unablässig, und der zweite sobald er das wort 
jene erste dann zur zweiten person. ebenso nin 
das gespräch sich mischender oder eingeflochtener 
redenden person oder der zweiten angeredeten, 
werden also von der ersten person gefunden, ab 
bart, ihr zugeliefert; nach solcher Umsetzung 
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fung als von beiden redenden und von allen, die sich weiterhin in die rede 
mengen, ausgegangen betrachtet werden. 
Wir gewahren die erste und zweite person samt der sich zurückwen 
denden in ihren meisten erscheinungen fast auf gleicher linie und im deutli 
chen abstand von der geschlechtigen dritten, unser mir und mich stimmt 
zu dir und dich, sir und sich (wovon uns nur das letzte übrig bleibt), kefr 
hat aber nichts gemein mit ihm und ihr, dem und den oder dem dat. und
	        

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