Volltext: Über die Marcellischen Formeln

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 211 
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mag x zweifei walten, ob unter seamar bestimmt trifolium (welsch tairdalen, 
L'a d. i. Dreiblatt) verstanden werde oder eine andere den frühling zierende 
I " blume, zumal die caltha. möglich wäre sogar, dasz unser noch unaufge- 
helltes deutsches wort klee unmittelbar und buchstäblich zusammen hienge 
mit caltha, wenigstens die glossen bei Graff 4,540 setzen chlêo zu calta, cal 
tha (calendula oflicinalis Linn.) und auch die Schietstädter glosse bei Haupt omÄ ac^. (hl 
6, 341 gibt rôtiz clêo calta. mit andern namen heiszt diese caltha dotter- °^* ' Tec ^ )c ^*^ e ' r 
blume, goldblume, ringelblume, butterblume, merkwürdig aber auf italie- 
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enkel? Die Finnen nennen den klee apilas und maitokukka, milchblume, l4<*> v h3o. 
wie die Schweden die caltha palustris tremjölksgräs, weil im mai dreimal 
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täglich gemolken wird, der angelsächsische Thrimilci kann füglich den früh- smöiMonudv 
ling personificieren und unser deutsches landvolk sagt auf den heutigen tag, 
dafs die weide der butterblume dem yieh reichliche und fette milch gebe ; 
iiM-*U 1 .•' Lh'(jU<x wie im altnordischen landnâmabôk 1, 2 von einem fetten fruchtbaren boden 
— voLa, ■maiK^o^gw- • steht, dafs in dem lande butter aus jedem halme triefe, was apilas besage, 
(tßw.onA ui^lùn^/àaÂerr v<r entgeht mir noch, es ist das lettische ahbolites, dahboli, littauische dobilas, PottcuJI 
. iieve. J^/ào^dobüatis, wahrscheinlich auch das schwedische väpling. die slavischen na- 
fiivw.ûuA / men wurden oben angeführt. Will man das ui in uisumar nicht dem alten 6dtk 
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nom. sg. gestatten, so dürfte man es auch als pl. collectivisch fassen: die [0 j' 
/.ttl. 1 J- 1.1 1. 11 1.1 .1.1 1 Tl. /fia. 
'söhne des sommers, die blumen, der klee, doch ziehe ich den sg. vor. Pic- afâ çkbîial'm. 
tet, der meine erklärung gut heiszt, erinnert an den namen der Bituriges 
êu^((P„ ,% w w 1 'îri , rf„Ô VibiSCi ’ die 8 erade in Aquitanien hausten (s. meine erste abhandlung über 
ö / ' Marcellus s. 434) und ui bescna wäre söhne des friedens, die endung isc also 
keine ableitung, wie Zeusz 775 meint. 
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