Full text: Über die Namen des Donners

©Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 210 
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■fouxx^ttVz. ■poLfa. OäÄ name bei den Griechen vor, und bedeutet wie trerqa einen stein, daher es 
auch vom Verfasser einer gothischen homilie nicht unpassend Stains ver- 
deutscht wird, auf ihm sollte, wie sich später ergab, die kirche als auf einen 
felsen gegründet werden (Matth. 16, 18); möglich aber, dasz zur zeit der Twe^YeY. / 
der jünger begriffen war. 
KY\(paQ y o egfJLVjvsvsrca Usrgog. 
auch Job. 1, 43 steht von Simon: rv kXyiS-yivy} 
IIsTQog kommt schon, obwol selten, als manns- 
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namengebung ein andrer, uns entgehender bezug obwaltete. Weit schwerer 
einzusehen ist, warum beide Zebedaiden, Jacobus und Johannes, den zunamen 
der söhne des donners empfiengen, von dieser weisz nur Marcus, bei 
Matthaeus und Johannes steht nichts ähnliches. Jacobus konnte wol von 
einem andern Jacobus Alphaeus sohn unterschieden werden sollen und auch 
Johannes den evangelisten so zu bezeichnen lag nahe, entweder um ihm glei 
chen narnen mit seinem bruder zu lassen oder um einer Verwechslung mit 
Johannes dem täufer auszuweichen, aus welcher Ursache jedoch mögen sie 
Boavngyeg, o huv viot ßqovrYig, vulg. quod est filii tonitrui heiszen? rges ist ein 
chaldaeisches wort für den donner, es könnte wirklich an jenes bis ins nörd 
liche Asien zurückreichende Porguini, an Perkunas oder 'Eqxvviog mahnen, 
boa soll die galiläische aussprache für ba sein und das hebr. bne pl. von ben 
enthalten. Luther, um dem hebr. laut näher zu kommen, setzt statt Boa- 
nerges Bnehargern, das ist gesagt donnerskinder. Ich weisz nicht, wie die 
theologen von frühe an bis auf heute diesen seltsamen beinamen, der ihnen 
7 1 o/h) u auffallen muste und nicht ohne genauen sinn gewesen, also mit absicht er- 
^ IrÜfc- tbeilt sein wird^ erklärt haben, unter ttfcfbier nicht donner, sondern ein fG* r 
^ n r hö'*.’*X} / '* a ^ a - rr ' abstractes zorn zuverstehn und auf die gemütshefligkeit der beiden apostel zu 
ßcffJh yfrafrf*'- | beziehen, scheint mir doch mcbt ungezwungen. beKJesenius wird der hebr. 
A V. / / ausdruck dem skr. rägaj welches Bopp 288 a zu cqyy hält, verglichen; das 
auslautende s mangelt aber, der Verfasser des evangeliums nahm den aus 
druck ohne zweifei für ßqovTYi, das niemals coyr, ausdrückt, die Übersetzer, 
von der vulgata und dem gothischen an, sahen darin das sinnliche tonitrus 
und Jjeihvö, auch in unsern gedichten des mittelalters, z. b. im passional 
227, 59 heiszt es von Johannes: 
du bist genant des dunres sun. 
des donners söhne nach hebräischem Sprachgebrauch können schüler, an- 
hänger, lieblinge des donners sein, söhne des hären meint die drei Sterne in 
des groszen hären schwänz. Man halte nun Luc. 9, 55. 56 hinzu, wo die- 
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