Full text: Über die Namen des Donners

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cttsvtüüq bezeichnet den donneret*, litauisches steneti begegnet unserm stöh 
nen, ächzen und staunen, franz. etonner, estonner, gleichsam verdonnert, 
angedonnert sein, auch auf gemere, ejulare hatte vorhin altn. aumr, ags. 
geornor geleitet, in tan, stan, ftanjan, unserm dehnen wie stöhnen zeigt sich 
ganz die selbe folge der Wurzelbuchstaben t und n ( ! ); in tutrog schlag und 
schall bin ich geneigt unmittelbare berührung mit Jbeihvo und diuhä zu er 
blicken, da riKog hammer leicht mit tutrog schlag, das Werkzeug mit der Wir 
kung zusammenhängt, neben tutttw ein verschollenes tvjctcü gedacht werden 
dürfte, das näher zu diuha stimmte, das k in rvxog verhält sich zum hv in 
Jbeihvo wie xorsgog zu hvaj)ar. einigen sich die wurzeln tus, tuh, tuk, tup, 
tan und tund auf höherem standpunct, so kann nicht befremden, dasz teu- 
haus, {)eihv6, diuhä, rvnog, rvtrog für ein und dieselbe sinnliche Vorstellung 
gerecht sind, wie es auch iumjo, jumaus, hiuma und humaus waren, wenn 
schon einzelnen der stärkste begrif verloren gehn und nur ein geschwächter 
verbleiben konnte. 
V. überaus merkwürdig stellt sich den formen donar und Jnmor 
deutscher zunge ein keltisches toran und taran zur seite, in welchen nur n 
und r ihre stelle getauscht haben; man wird eingestehn müssen, dasz durch 
solchen voraustritt eines rollenden r die Vorstellung des rasselnden donners 
an kraft gewinne, taran klingt krachender als donar mit nachhallendem r. 
Einer keltischen gottheit Taran versichert uns schon Lucans ausdrückliches 
zeugnis in den bekannten versen 1, 440. 441, die sie neben Teutates und 
Hesus nennen: 
Teutates, horrensque feris altaribus Hesus, 
et Taranis scythicae non mitior ara Dianae. 
bis auf heute drückt taran in cambrischer und welscher, toran in irischer, 
torrunn in galischer spräche lärm, gekrach und donner aus. jene Taran, weil 
er sie mit Diana gleich stellt, scheint der Römer weiblich aufzufassen, und 
das welsche taran (armor. kurun) wird auch als f., das irische toran, galische 
torrunn hingegen als m. verzeichnet, gott oder göttin sind hier gleichviel, 
mit angelehntem kehllaut gilt auch galisches tairneach, tairneanach m., wie 
man auf Inschriften (am Oberrhein und an der Mosel) einen deus Taranucnus 
(*) auch finn. panen, das sonst dem lat. ponere gleicht, entfaltet unter vielen bedeutun- 
gen, die des schalls, und Ukko panee helszt wiederum tonitrus tonat. 
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