Full text: Über die Namen des Donners

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 210 
ouuj| jm-nru* ^ 
i. 2,£4 
lingualanlaut versehene ausdrücke des donners den wurzeln tus oder tuh zu 
verknüpfen. 
3 h CJL/' <t Unser gewöhnliches donner lautete mhd. doner, ahd. donar, ags. 
6*at£v«A®. I >unor ’ welche ^gleich für den namen des heidnischen gottes dienen und 
c ] 2.. als solche in Donnerstag, dem namen des fünften wochentags, so wie den 
Ortsnamen Donnersberg, Donnerseiche, Donnersbühel, Donnersmark und 
ähnlichen heute fortleben, in diesem donar liegt zunächst die Wurzel deh 
nen, goth. J>anjan, ahd. dennan, mhd. dennen, denen, skr. tan, gr. rdwfjicu, 
Tzlvu), lat. tendo, wiederum weil der donner eine Spannung der luft ist und 
dehnen dem diuhen, drücken gleichsteht: 
ct£ T£ Zevg XaiXaira tbivyj. II. 16, 365. 
ZE(pvgog ßciSeiy XcaXam tvtttwv. 11, 306. 
Zeus spannt den sturm, der westwind schlägt mit dem sturm, wie tvtttsiv für / 
sich schlagen, stoszen, prasseln, donnern, ktvttsiv lärmen, urvircg was jenes 
£>eihvo. schall und krach folgen dem schlag oder stosz unmittelbar. Es ist 
wol die frage, ob der sturmriese Typhon, den man aus rvcpu), dampfe, skr. 
dhüp erklärt, nicht vielmehr auf tvtttcü, skr. tup, tubh zurückzuleiten sei? 
u)\e 
mcW onf CuiL 0uu5 V(V*v 
JOutQw 
~4t^v\öö ; Wruib . 
<AJui 
jbl QCdOTJik tujJ Qc 
2' T\°_ (J ? 
VvOY* -n cd\ f i'Y* 
Vyü\ 
,2 
umit, 
Uv 
X.S^XXV T ~ y luwli /<2 T 7 . . 
den dreisilbigen formen Tvcpwsvg, Tvcpccwv ist kurzes ypsilon, in den zwei- ^ ? 
alvS donoiv / f ) Ya^'i • silbigen langes, der Tdcpoog wäre gleichsam ein rsrvcpwg, der im Aetna häm- 
^ ^ 3 C mert, donner und lärm erregt, ein Ymir und Hymir. 
eif. Dem lateinischen aus rovog (von redw) weiter gebildeten tonare (*) i4-4u/>- 
£0UlT 
S*ik 
or\o w'. 
et — ounuA 
SicuA 2-cA- ^ ^ 
AaÄ ‘SW, ist im substantiv tonitrus noch tr zugetreten, wodurch auch in andern Wörtern ?J' T ^ * 
SK^jW % * ö* **•«*■«** ^ fl ; n , c rwW wr 0 rl. 0110 c ^ K ^ ^ 
• vouv toytM^ 3** 
U*f& todro • 
cyr. ^.<y.V 
^ _ _ die Vorstellung eines geräths oder Werkzeugs ausgedrückt wird, z. b. in ful 
o£4y\. ou^a i.^oru^ftc O^a getra, pharetra, feretrum, rsgsrpov, aratrum pflüg, skr. aritra rüder, in wel- 
^c*ave .^UtvKflLY^^ o 5 * . ’ 1 . , 11 11 1 . 1 1 
oAä 4utn> ^Yofj^A^ochem rüder, ahd. ruodar em identisches der, dar enthalten scheint, das d 
in tendo gleicht unsrer nebenform donder, die nnl. allgemein herscht, viel 
leicht dem altn. frundr, arcus, Q jwefl der boge gespannt wird, merkwürdig 
steht auch Thundr unter Odins beinarnen. (vio. ^ See-w .^4i fyi5/, 
Ferner, wie jenem tvtttuo in xtvttsw und ktvtto? k vortrat, verstärkt sich Uv r rm '^l7 
tan im sanskrit durch anlautendes s und stan ist in dieser spräche der ber 
schende ausdruck für tonare, stanajitnu/für donner und wolke, aus welcher 
donner und blitz sich entladen. deutlich zu erkennen ist aber dieses stan 
s4tuJ.4~OY^Ötx f 'bo/n .4oYC)eYl 
-nOYl)-Toto. f. CX<Xhev\ v 
4 OVe f ^u4v / 4ot/oUjY\ , rrt . 
ac ff* jpuiMji®-. Py o^» 
'(t)rjG7vjKv öiivC. 
o/eTvtO'nt' Um)er \ K)C I 
PKiA 
TfiA 4 7 iV 7 <iiT ^(loucoV Of^CDV KTu^X- 
'yUt| r i!%TbL 
Ocfe'nr Tixx kcjuh 
im griech v ptbivsiv premere, wiederum der Vorstellung von diuhan, und 
Gjiysyy < cl < yanyr> / A r Yk^vT\ 
( 1 ) skr. dhvan weicht doch von jenem tan expandere ab. 
F OdtiTir vc tu> licüb Uq/yy e^c a^a-A hol . ^or\ tvct!^ vJLu*/ 
Ätief •sütrr 
S\) O.Y1 \on<XSQ^ 
fit, 9, 
a'ni 
Öeyv2)& 
•Tvrv^rv. 
0t/ lvrn\,iX 
SKV. ^0.9^0110^,4^0^ Oo-nTve-H^ao ’ " " ^/oUafM. U.t N-^f- 
Imra-öiw,, W* ctPolfLXr . IfcJ. 5q 
K La^ f '
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.