Full text: Über die Namen des Donners

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 210 
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tumultus, tohu strepitus, tohina sonus tumultuantium, tohotan sonum cieo, 
touhaan strepo, touhina was tohina, tomu sonus gravis, tumultus, pulvis, cuwMwnoaM/ 
tuhoan tumeo, reprimo, tuhutan sonum sibilum cieo u. a. m. der waltende 
vocal ist unverkennbar u, o, ablautend in eu, ou und liesze statt des goth. 
ei ein iu gewarten, doch nie findet sich hv nach iu; war {fiuhvo dem goth. 
organ zuwider und ward es zu J)eihv6? die wurzel scheint |fiuhan premere, 
wie sie noch im ahd. diuhan aufzuweisen ist. ich gewahre auch eines seltnen 
ahd. frauennamens Gartdiuhä (Graff 4, 253. 5, $19), in dessen zweitem theil Ca^49^o/ W Neu^a-Hrv'- 
diuhä = goth. beihvo enthalten scheint, und den ich deute 'die im haus, auf ^ ca ^ cWti^ ^ 
° ^ tVov^Vewavvvi AAV u-US o unAe-f muuu. 
der erde, in der weit donnernde’, offenbar eine donnergöttin, wie Theihvo, Moffeox uxi ? 
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^o-rvtu^ +6ÄW / °der wenn man auf menschen auslegen wollte, wenigstens wolkendrängende ^ 
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Gart mag an die altnordischelGerdr und noch an Thorgerdr, Freygerdr (Frö- IA2 (4^ 
bei Saxo) klingen. ou^ ^ i/kA'O 
f)BttvT Yonnölhen wäre nun in die beschaffenheit dieses Jfiuhan, diuhan und , x*yt»*K 
UMt” touhaan näher einzudringen, bedenkt man das schwanken finnischer inlaute K*\Wyu/rtt»- 
a(.3.|.iuwo •• «i. zwischen h und s (mehi und mesi honig, hanhi gans, tuhat tausend u. s. w.), stG . 
iöUa - so stimmte zu touhaan sonare das freilich sehr vereinzelt stehende skr. tus vjo1»-< voy <\Jvrijy>*,Vt/ 
1 ^xfoxcuxi^ i/ui> ikc v ^ ^Tvrvaavft*. 
(Bopps gloss. s. 155 A ), noch mehr das altn. {>ysia proruere, {)ys tumultus, ^ 
strepitus, J)ausn strepitus tumultus, das ahd. doson sonare, unser tosen 
(Graff 5, 229). dagegen hat ahd. diuhan, diihan die bedeutung von premere, 
cogere, tundere, wie sie auch dem nnl. douwen eigen ist. ahd. diuhil ferrum 
rüde, nhd. deuhel (Schmeller I, 363) scheint von seiner rohen bearbeitung 
so zu heiszen, sehr treffend erklärt sich ahd. dümo, nhd. daume, ags. f>uma 
aus duhmo von diihan, weil die hand mit dem daumen aufdrückt ( 1 ); die 
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goth. form würde wahrscheinlich lauten Juuhmajpind da der donner durch joei/lnma- 
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Spannung oder druck der luft hervorgebracht wird, so fänden jenes diuhä 
und £>eihv6 ihre befriedigende erklärung. vielleicht lieszen sich damit selbst 
die s formen vereinbaren und der schall überhaupt aus der gedrückten und 
gestosznen luft verstehn. 
IV. Die Vorstellung premere möchte ich hier um so weniger fahren 
lassen, als dadurch mittel an hand gegeben werden, andere mit gleichem 
( ! ) ygl. auslauf B. Uy»ö ^uiry»aX pqmYjoJIo . 
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