Full text: Über Frauennamen aus Blumen

©Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 208 
C 
T, 
iWJl W &L& 
1 > j? 
17 
Ui 9 . 
A77V* - 
e. . iicftey*, (tavöifi (xvi j ßumfo* ^r 
V > QRXmAOTV* p , U>w doK J^aa. ocwcfte ~ -y 
OAxfovir e^Goi. cjuwoH . ß**-3)®* if*mv -> vl 
• fl A cdk ö 
12 
u.te<M> o. öoYact ccro atv tt ftUHvte . 
oji ftt i>y ; imM’v (M. (xtk haüi fkifei^j 
afAea.t'T' o Italien, wo dem durchreisenden auf der landstrafse anmutige Verschlingungen 
SmitA SÄ./^- .a-wA ujlC ejrffteqnmfl Ol acmoA aiA /kt 
^Ta +ujl{«(M> a r öar(OLC{ <xti outv iCoA&bk', 
<LK<i 
^-nSM 
fa*k 35^ f* t |TcrrK^ o<stA£ derweinrebe mit andern bäumen auf dem gefilde allenthalben ins äuge fallen. 
. | Q> * 3 / Mit ganz abweichender Wendung, was jeden gedanken an erborgung 
vp'^. ; fern halten mufs, begegnen wir aber auch den waltenden grundideen inunsern 
einheimischen mythen und Überlieferungen, nicht der landmann ist es, der 
die pflanzen vermählt, sondern auf den grabhügel bestatteter menschen 
werden sie gesetzt, deren heifse liebe auch nach dem tode fortdauert und 
im unauflösbaren verflechten stiller pflanzen sich rührend darstellt. Hier 
liegen sogar die beweggründe noch offener da als in der indischen gewohn- 
heit. die pflanzen vermählen sich, weil die menschen über denen, aus de 
nen sie erwachsen, schon verbunden waren, wie die indische tulsi dem sali- 
gram angetraut wird, weil schon Sita und Raraa = Vishnu den liebesbund 
geschlossen hatte, es ist die liebe aus dem leib der sterbenden menschen 
in den saft der pflanzen getreten und treibt nun da auf dieselbe art; an 
steingehaunen grabmälern des mittelalter mag es Vorkommen, dafs die reben 
aus dem munde der abgebildeten gestalten auslaufen. 
Wie lieblich und ergreifend lautet es in schwedischen, englischen und 
deutschen Volksliedern: es wuchsen drei lilien aus ihrem grab. Uhland 21. 
206. 223. 241. 282, und ausführlicher: ™ cmn * > 401.402.40^ 
'öolr ^. 
erao&£ 
X't, W • CjU£3ftu£, 
cixyO) GöAei iteAk^ hi 
itAyjyJi . Gv öu tl Ae 
CoL I i44y 
4ioo ujaun> aYou>-inö nro*** 'Wmxi 
Grn>u^»i'^7^^ Kvylv. 
( r r°^ °r? ■ *9 
VOtL'fyrfdoc 0MJ\ W ?>< 
5/tuU „bl 
6A Inu 
6^]^0a\X- 
fyrxJ). %*JUrVcS *>,% > 
TTr^T^fer^A. ^ * 
ehßjLcle*> 
yW ßr< Po. , \Z!jQ 
0u>^ 1 Qx Wxu-" 7 t? 
T?^ . 
oder, 
und, 
det växte en lind uppä begge deras graf, 
hon Ständer der grön tili domedag, 
den linden hon växte öfver kyrko kam, 
det ena bladet tager det andra uti famn, 
det växte upp liljor pä begge deras graf, 
de växte tillsamman med alla sina blad, 
det växte upp rosor ur bäda deras munn, 
de växte tili sammens i fagraste lund. 
\)ol. lyolXabb . 
20- {)iVK ü'tilV 
I^OLU-Ct^) . / VtiXt.'Wvov\ Ouk*' 
4iXi OL^CjMA^UM- 0\I. VvxtAr. gfaa 
J"mc^L I/ ^>22 
hV«T TüAl ’\/lT“ofÄW-4 / 
ecfe enrd - 
fao\*n Siu^anr HiöTToS u 9 n 
und, 
i uA^ octj 
/ OuÄ ju_bt\av^] 
i y 
det växte tvenne träd uppä deras graf, 
det ena tager det andra i famn. 
out of here breste there grew a rose 
and out of his a briar, 
the grew tili the grew unto the churchtop, 
and there the tyed in a true lovers knot. 
true lovers knot nannte man die knoten und schleifen der bänder, die lie 
bende einander zu schenken pflegten. Berühmter ist und älter hinauf reicht 
axiA dWu?v«4 tu^ \o»'#X‘Anrvi)i>A ie-yo V^aVtv 
(fäi» wM w J u5v nrvt «^^ iWhtK'ze (A JuJb -9$ 
ifkXfc- . (XQJIri - lit-. Sl(x 0 
W'V cx^ y mutu • ■» o iBfw, v / 
<t^i. val.ctu vo^. al'OY'o faiih, 
v<^ /\a>Ky uVc) 
Hu», tos uai^t» 
ÜOtUtL- 
(T 
»vO—- 
r 1 
Tb 0 , 
V
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.