Full text: Über das Verbrennen der Leichen

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 203 
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und was Plinius den ameisen nachsagt: sepeliunt inter se viventium solae 
praeter bominem. 
Nur die rohsten grausamsten menschen könnten es über sich gewinnen 
ihre todten offen auf das gefilde zu legen, wo sie den wölfen und vögeln zur 
beute würden, das sprechen die dichter blofs als herbes geschick der ge- 
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rücksichten allen liegt ein grund zum begang der leichenfeier, die wir auf 
manigfalte weise bei den verschiednen Völkern der erde veranstaltet sehn. 
Die beiden ältesten über die ganze erde am weitesten verbreiteten ar 
ten des bestattens, welchem ausdruck ich hier den allgemeinen begrif des 
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dafs sie eine nothwendige, den bedürfnissen und der entwicklung der Völker 
unentbehrliche Unterscheidung darstellen. 
Erwägen wir beide w r eisen für sich, so scheint das begraben vorange 
gangen, im verbrennen ein fortschritt geistiger Volksbildung gelegen zu sein, 
(1) Kot* xvgfjioc yEvztrS’cu, oiluuo7tiu sXüog neu n\.jgfxct ysv&j’S'cu bei Homer, die heilige schrift 
redet von adlern (Luc. 17, 37. Matth. 24, 28), die poesie unseres alterthums von wölfen, adlern, 
imiM> raben; stellen habe ich gesammelt Andr. und El. XXV—XXVIII. in einem schwedischen yolks- 
lied Sv. vis'/^ 1 S^lieifst es: liggen nu här för hund och för raven! 
( 2 ) Bekanntlich warfen die Perser und Hyrcanier ihre leichen den hunden vor, wie noch I 
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heute die Mongolen den hunden und raub vögeln. Klemms culturgeschichte 3, 173. die Kaffem 
den wölfen, welche selbst für unverletzbare thiere gelten. Klemm 3, 294. 
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