Volltext: Über das Verbrennen der Leichen

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Jacob Grimm 
wagen und pferd in den hügel fahren und das pferd tödten. darauf nahm 
er seinen eignen sattel und übergab ihn Haralds leiche, nun zu thun was er 
wolle, nach Yalhöll reiten oder fahren, alle helden, bevor der hügel ge 
schlossen wurde, warfen ringe und waffen hinein. So meldet das sögubrot 
in fornald. sög. 1,387 und hier scheint das verbrennen ausgeschlossen. Saxo 
gramm. gibt p. 147 Steph. 391 Müll, bei demselben anlafs folgenden be 
richt: tandem cum corpore reperta clava Haraldi manibus parentandum 
ratus equum, quem insidebat, regio applicatum currui aureisque subselliis 
decenter instratum ejus titulis dedicavit. inde vota nuncupat adjicitque pre- 
cem, uti Haraldus eo vectore usus fati consortes ad tartara antecederet atque 
apud praestitem orci Plutonem sociis hostibusque placidas expeteret sedes. 
deinde rogum exstruit, Danis inauratam regis sui puppim in flammae fomen- 
tum conjicere jussis. Cumque superjectum ignis cadaver absumeret, moe- 
rentes circuire proceres impensiusque cunctos hortari coepit, uti arma, 
aurum et quodcunque opimum (1. Optimum) esset liberaliter in nutrimentum 
rogi sub tanti taliterque apud omnes meriti regis veneratione transmitterent. 
Cineres quoque perusti corporis urnae contraditos Lethram perferii ibique 
cum equo et armis regio more funerari praecepit. Unbedenklich trägt hier 
Saxos erzählung kennzeichen höheres alterthums, lehrt aber mit jenem be 
richt des sögubrot verglichen, wie auch in ähnlichen fällen die angabe des 
leichenbrands verwischt wurde. 
In dieselbe heldenzeit fällt Starkadr. als Saxo p. 158 Steph. 406 Müll, 
dessen tod erzählt, fügt er hinzu: verum ne tantum athletam busti inopem 
jacere pateretur, corpus eius in campo, qui vulgo Roelung dicitur, sepul- 
turae mandandum curavit. hier kann nicht einmal bustum bestimmt auf 
Waf&iK. 3o2 verbrennen bezogen werden, es meint blofs grab ( 1 ). 
IjJr Öf I fj (tTYf 8C7R ,2$^- ( 1 ) Das christenthum drang auf Island in den jahren 995-1000 ein, aber schon vorher war 
7 * ) daselbst begraben und beerdigen (heygja, iarda) unverbrannter leichen üblich, im j. 946 öfnete 
man einen hügel, um eine neue leiche in ihm beizulegen. Egilssaga s. 601. Egili selbst, der 
noch als heide nach 980 starb, wurde mit waffen und kleidern bestattet, und man fand später 
sein gebein. ebenda s. 768. 769. Nicht anders war Thorolf im j. 926 mit waffen und kleidern 
bestattet worden, ebenda s. 300. Skalagrim im j. 934 ins scliif geführt und mit pferd und Waf 
fen begraben, ebenda s. 399. Die Laxdoelasaga redet von 1 haug setja s. 20, haug kasta, verpa 
s. 104. 142. 152, nie von verbrennen; doch wurde sie erst im 13 jahrh. abgefafst und die einzel 
nen ausdrücke können schon nach dem späteren brauch gewählt sein. s. 16 liest man: Unnr var 
lögd i skip i hauginum ok mikit fe war i haug lagt hia henni, var eptir fiat aptr kastadr haugrinn. 
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