Full text: Über das Verbrennen der Leichen

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Jacob Grimm 
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Um nochmals zum salischen gesetze zurückzukehren, nimmt man 
tit. XLI, wo von einem werfen des getödteten in den brunnen und zudecken 
mit reisern und dörnern die rede ist, callis entschieden für dörner, so ver 
dient der zusatz c aut incenderit’ in 318 (ed. Merkel s. 86) hervor gehoben zu 
werden, weil cooperire et incendere an den leichenbrand mahnt und for 
melhaft hierher übertragen scheint, wo gar kein brand angewandt wäre, 
diese worte gewährten dann den einzigen bestimmten ausdruck des textes 
selbst für das verbrennen. 
Was bedeuten die worte: si quis cheristadona (cheristaduna, arista- 
tonem) super hominem mortuum capulaverit, mit der malb. glosse madoalle 
oder mandoado 144 und 256? charistado cheristado haristato aristato scheint 
mir eine auf dem grabhügel am ofnen weg, wohin die heidnischen gräber ge 
legt zu werden pflegten, errichtete heerseule oder irmenseule. die kaiser- 
chronik meldet z. 624, dafs die Piömer des getödteten Julius Caesar gebein 
auf (vielmehr unter) einer irmenseule begruben, ganz wie die griechischen 
hermen auch am wege standen.^Aus Paulus Diaconus wissen wir, dafs die 
Langobarden Stangen (perticas id est trabes) an ihren gräbern errichteten, 
und der charistadonen scheinen mehrere auf einem grab gewesen zu sein, 
da von einem jeden (unoquoque) die gesetzte bufse von 600 denaren zu 
zahlen ist. 339 heifst es schlecht erläuternd: si quis aristatonem, hoc est 
stapplus super mortuum missus, capulaverit, aut mandualem, quod est ea 
structura sive selave, qui est ponticulus, sicut mos antiquorum faciendum 
fuit, qui hoc distruxerit aut mortuum exinde expoliaverit, de unamquamque 
de istis 600 denarios culpabilis judicetur. in diesem barbarischen satz ist 
staplus das ags. stapol, ahd. staphol, altn. stöpull columna, basis, fulcrum, 
dän. stabel pila; mandualis oder mandoalle ein gitter, wenn das ags. mond, 
engl, mound corbis u. Ducange s. v. mandalus, clausura zur erklärung genom 
men werden darf, selave, silaue, 144, 4 sogar si levaverit, vermag ich gar nicht 
zu deuten. Endlich 145: si quis hominem mortuum super alterum in nauco 
(naufo naupho naucho) aut in petra miserit, malb. edulcus (idulgus), sol. 35 
Co tüLirv\Qllo^ 
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]ol C.sJj. 
( 1 ) Vgl. deutsche myth. s. 105. 107. Heinrichs von Müglein ungrische chronik (nach Keza) 
erzählt, wie Kewe der Heunen feldherr bei Tulna in der schiacht gegen Dieterich von Bern 
blieb: do kamen die Hewnen und hüben iren haubtmann auf und machten ein steinen sewl pei 
der strasze und pestaten in mit seiner geselschaft, die des wirdig waren. Man halte hierzu her 
nach den slavischen bestattungsbrauch.
	        
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