Full text: Über Schenken und Geben

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^ t TX\ hAXh wieder ein, dafs den Serben poklon geschenk oder Verehrung, pokloniti 
odytt A uwii^CviuiYt schenken, den Polen pokton ehrengeschenk, den Böhmen poklona verbeu- 
W^arJrf^ocrv .\ 0 ttfmeivh* § un S bezeichnet - kloniti ist neigen, pokloniti sich verbeugen, adorare ; doch 
eVa~ ktoL4vhjc*v mefbominÄmeint poklon das geben, nicht das nehmen. Wie das lateinische honorare 
in die bedeutung von praemio afficere, donare, honorarium in die eines 
VÖ'VCi’&fc-G ebrengeschenks übergeht, gebrauchen auch wir'verehren für schenken, doch 
galt es bei Schriftstellern des 16 und 17 jh. blofs für beschenken, so dafs es 
Wu.Ti^TtM' ^0*MWu4&den acc. der person und die praeposition mit zur sache forderte^ 1 ) aus dem 
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donare aliquem aliqua re entfaltete sich aber hernach ein donare alicui aliquid, 
£ifey’Cir» j <7^das heutige verehren, ein offenbarer soloecismus. die mhd. spräche kennt 
überhaupt kein solches 'vereren, allein vom starken geben gap = donare 
fi/fe* (Jw. (/uAjüvlfa alicui aliquid unterscheidet sie ein schwaches geben gebete = donare aliquem 
7 ' r ^%l f y r aliquo, nur dafs dabei die person auch im dat., nicht im acc. steht; belege 
^ gramm. 4, 713 und bei Benecke 1, 508. diese bedeutung von geben (ahd. 
/ gebon gebota oder geben gebeta) nähert sich nun auffallend der sinnlichen 
— —ff “ 7: " ~~ von schenken auch in der construction, es hiefs sowol 'gebete mit gewande 3 
fTve Gudr. 422, 4 als 'schancte mit dem bluote 3 Gudr. 773, 4 und wahrscheinlich \jo$ , 
UvjvjK«X batten be ^ e fügungen auf die des verehrens mit der sache einflufs. nhd. ^ 
y einem etwas verehren = ihm schenken, ihn beschenken. GdbvMXziaxHn T' 
^ Die ags. und alts. spräche besitzen das bisher unerklärte wort gifen, jA. 
( Xtä - geofon, geban für das meer, und wahrscheinlich bestand auch ein ahd. kepan, ~ ^ V 
QäcAca 
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\l .,/ . \ von %£w,ldenn II. 12, 281, nachdem eben vom schnee erregenden Zeus die P ?o& 1,141 twIcM-, 
rfafoytA ovr , \. r , 
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lau) OCPOnrUA/) 
. jidltcrrv' wenn ich den Ortsnamen Gebeneswilare (Stalin 1, 598)^Gebeni villare (Pertz cW 
7^ 10, 635) richtig heranziehe, die eddische Gefjon war meergöttin. mit recht ^ 
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tn uw* itvU^ ste llte zu diesem giban, welches auf gothisch nur gibans kann gelautet haben, / , { 5 
'Vj? >0 bereits mytbol. s. 219 das er. %twv, ohne eleichwol, damals schon den wah- \ (7r\ 
' D D - r ' . iifootv 4T<ie,B4 toaat Obd 
und schnee stammt sicher 
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zusammen ° an § beider emzusehen. %iwi/ frost 
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n-o(PoVü^m ÖW ", ' .. ' . , . c '.“7” r ”■ 
(xßhw ifrtTi. aeh-EoiM , i5ti. ^cenKi- rede war, heilst es ausdrücklich er fielst, d. x. hier schneit, jenes geban ^j) m 
|oö.. =i= c^lviH'A scheint aber nichts als die brausende, tosende, giefsende see, wie im ags. vefyf.&eid\ji$xy r 
•401 a -Vfp/CJ—^ Beovulf 3378 geradezu steht 'gifen geotende’ und ahd. giozentaz abundans, 
rmc ilfi ^ ferc . A .^6*^ . 4^, 1? . /4I8 (xA^AÄe/f 
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( ! ) v z. b. Hans Sachs IY. 3, 21 Ä Opitz poet. wäld. s. 104 c den himmlischen verstand 
v mit dem er euch verehrt’ (den er euch geschenkt hat), s. 170 'sei nun mit meinem schätz 
verehretEttners unwürd. doct. 545. OQY-Ct^Yß fYVW ytwh^t)vf, &fv - VTOl 
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