Full text: Über Schenken und Geben

Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 202 
23 
könig hintrug. Carl legte sie sogleich an, da fielen sie ihm bis auf die Schul 
ter nieder (so viel gröfser und stärker war Adelgis). 
Dafs aber auch, wovon ich gleich anfangs ausgieng, die sitte eingreifen 
konnte in den wirklichen rechtsbrauch, lehrt das überliefern der langobardi- 
schen reparia mittelst dargereichtem und empfangnem schwert und mantel 
(tendere, accipere, RA. s. 426) und noch deutlicher die alte formel von der 
Schwabenehe. wenn der vogt die frau in des mannes band geben will, nimmt 
er die frau, ein schwert, ein gülden fingerlin, einen pfennig, mantel und hut 
auf das schw r ert, c daz vingerlin an die heizen und überantwortet sie 
so dem mann, die altfeierliche dargabe des armrings an speer und schwert 
hatte sich noch beim gericht erhalten, ohne zweifei war schon im höheren 
alterthum /7) , n ’ ' *ben worden. 
tt* 
i im gar Xu. (nN 
( C(AP* 
C&u&Ht 
Um 
spitze von 
das sich bi 
im schnell] 
r\ 
einen speer- §eOm 
.2. • 
9vv*~ 
1 - * (j , * >ei turmeren, 
_ , mf ankommt 
fJ&y fw-Aa TS zu fassen, 
es war die alterthümlich dargereichte und empfangne turniergabe. 
Warum sollte nicht auch aufser ringen und Spangen andrer schmuck 
am speer oder schwert dargeboten worden sein? Wigalois 308: 
den gürtel leit er üf daz sper, 
mit guotem willen reichte er 
der frouwen sine gäbe dö, 
freilich konnte der oben auf der burgmauer stehenden königin von unten 
der gürtel nicht anders eingehändigt werden, als mit dem speer. Bei der 
feierlichen schwertleite wurde dem neuen ritter das schwert umgürtet, es ~ a 
heifst bald c daz swert geben (En. 13030) bald "umstricken (Conrad von uOJx ^ luvÄb* 
Ammenhausen in Wackernagels auszug s. 182.) Schwerter waren sehr oft 
gegenständ der gäbe, im griechischen alterthum wie in unserm, ohne dafs 
. r r Qux C/Y ln feit Luyv L . ‘'‘-ML 1?4I ffat <US*W»K) 
Srnr^banLn A.TM) . vfjt- freoTfe^o A 
oßo vri'nn a^e.(tv(x£,. C&w, 
Wi 
v Vt*. •«. •zaAet 
VjH'y^ Ke^^ere^. 9^. \12. 
Smobaoo Mm) vuejoiHlÄu 
uapnoT^i oo ucxctb™ CAcoto 
'«W-W voy^,/)cr iuk 1hX^$v*A(us'-' 
^aik. ßr*ud . w fW (WUUtävo* q*&M<5fc. fcU?) 
(Xa^ ()u 0>£wa1 / X X^l / ^ « * s
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.