Full text: Über Schenken und Geben

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die kaum so lange tauren können, 
die dienen euren grünen sinnen. 
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f Kt*ö- Diese bindgedichte scheinen in unserer späteren dichtkunst ganz yerschwun- 
{j$COoJl tcr^- den, die sitte bänder, sträufse und blumen anzuheften, kränze aufs haupt zu 
poUe^ßyR winden dauert allerdings noch heute fort. 
üYmeP nöcf* Vuh> CKthxOfik jfuk ^Är^Y«A«?)?r.?lJj[yon Deutschland aus scheint das angebinde auch zu Böhmen, Polen 
<?mvi fle^-lÄinet • yjenAi * und Letten, auf welche unsere Gebräuche grofsen einflufs hatten, gelangt zu 
am hü(kJ\t 1Älief. I 2^/4 - 5 sein. der böhmische ausdruck lautet wazane von wazati binden, der polm- 
(1^ e'Yme.f sc ^ e wi^zanie von wi^zac, der lettische peeseeni, peeseenamaji yon pee an 
fT.Wßtu.Gooten Tyvtl W)cr> und seet binden, daraus dafs bei Russen, Slovenen, Serben nichts ähnliches 
ohvwL . angemerkt wird, geht mir die unslayische natur der sitte heryor. in der ser- 
(jerujzi bischen yolkspoesie würde ein so lieblicher brauch gar nicht mangeln. 
tUrn °j . JO°j Bei se i n er grofsen örtlichen Verbreitung darf man ihm auch unter uns 
Kl$\t viel höheres alter Zutrauen als sich jetzt nachweisen läfst. freilich scheint er 
^oJkoJri\yi Oj&idvM ijQjuwct^ * auch unsern minnesängern unbekannt, welche doch genug anlafs gehabt hät- 
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ten der geschenke zu erwähnen, die sie ihren geliebten anhefteten oder an 
banden, die ihnen angeheftet und angebunden wurden, findet sich etwas 
kqJ t$nu.r /na davon, so wäre es mir bei dichtem wie bei Chronisten des mittelalters ent- 
- y r , i¥‘^/7= /(V i • gangen; Bertholds vollständig bekannt gemachte predigten könnten am ersten 
Viefryv i H 1 5^/. ; 4 , 4 1 auf die spur leiten, brisenund ermelbrisen (Ben, 1,255)wäre derbeste ausdruck. 
W ^ ^ Gäwän schlägt den von Obilöt als kleincete empfangenen ermel^) auf ^ ^ 
f " d _ n ^ " y seinen Schild (Parz. 375,10- 23) und hernach heftet sie den zerhaunen ermel] 
Hn ftUKCföi y)0jwieder an ihren blofsen arm, yon welchem er abgelöst werden war (Parz. ^ 
—-— • 390, 29): das mag gelten für sinnreiche fortbildung und erhöhung des g e '^T 
T ^ rA ^-^/ ir . schenks. solch eines ermels auf dem sehild ist auch Lanzelet 4433. 4436 , I I 
T&/iv2-' Oit wcÄfce-r v>^’n^rr, ]■ jwtj'drT' au ;f Ijib’r- cp, 9a^<u» ijtrf ''/(Al '!-4 
Yp • erwähnt :. -sev^nu^, nvAÜ^yjtoJ. uxiM. WVf. hapl Uptidun , l \ ^ | 
Übrigens gleicht das anbinden der geschenhe a±teh dem der heilmittel o^tbe^awcnC* 
und reliquien, wovon ich mjthologie s. 1125. Hol gesprochen habe; die ^ 
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■ ÖAft WOfn vtiv-iev- pi'g. Vltü tPftn ihnen beiwohnende kraft sollte durch das binden auf das kranke glied über- p c< *J |'^ v . ^ 
f Ac/(n gehn und es wäre denkbar, dafs man auch von geschenken, die aus geliebten a %c 
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geschenken, die aus geliebten ÜtJ/a hiecmS, 
r,A^. - händen empfangen werden, ähnliche einwirkung erwartete.( 2 ) Ütt". »w» 
°T*) im mnl. Lancelot 37240. 37288. 37540. 42454 heifst das liebliche kind darum 
*c>\T • ^‘die jonefrouwe metten deinen mouwen; aber Wolfram hat sie mit den frischesten 
Vuwrfrp (Xifcu.TV'hWy« . Ca£ÄM hfyJtfaA- 12., '1-C, 
den ; 
y^nJrfrcwffdl.h?* gestbüdert. krüaA c^i)to<w. hfaA-io 'aV _ , 
UM^qjl^qy ojuitW* haoy*r $ol r ^u tU-ifabiA ( z ) liebhaber pflegten ein haar aus der locke ihrer geliebten um den arm zu winden. V*f lW>u) <7 
ifrtcy. 9-0^1 l jy - ! (gy , 
Q)ct $)orn<dry^ ufytrftidkk tV). —^tehÜTvo-ft-, ?7\ ... / C\ r\ 
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