Full text: Über Schenken und Geben

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 202 
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haisband wird umgewunden, umgespannt( 2 ), noch heute heifst 
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ne?$tQ)iey7'ß/QA''jt(>ltfto9 . vi Das haisband wird umgewunden, umgespannt( 4 ), noch beute heilst 
^irwv5 ßiW uAd'v^^iM in der Schweiz und in Schwaben ein hochzeitsgeschenk, geburtstaggeschenk 
H f V / oder pathenaeschenk die helseta oder wöraeta (gleichsam ahd. halsida, 
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den hals drehen, winden, weil das 
und wörga bedeutet am namenstag 
gleichsam drosseln und w r ürgen, worgetli haisband, helse, wo* 
halse pathengeschenk, mhd. helsinc laqueus, collare Bon. 57, 92, über fix^o^kCJy^uA 
welche sitte inan Stalder 2, 37. 457, Tobler 451, Schmid s. 259. 639 nachlese. ^ 
Doch wer von uns entsinnt sich nicht des fast in ganz Deutschland . 
berschenden und noch heute, auch w r enn der brauch selbst zu verschwinden ^v. 
anfängt, gangbaren ausdrucks angebinde für geschenk? 'hast du schon dein ° * 
angebinde? 3 fragt zu Weihnachten oder neujahr ein knabe den andern, ohne 
dabei an binden zu denken, es sind die blofsen geschenke gemeint. In ein- zuatyru£u. 
zelnen gegenden wird aber wirklich dem pathen bei der taufe oder auf ge- 
an den arm oder um den hals gebunden, was StVj~%ZX 
burts und 
namenstag 
ltv$ey jenem alemannischen würgen gleichkommt, in der Wetterau hängt 
man 
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SmwtrnJl me*n erVtT cu 
Up-d 6<XrQ) nvW Oo - bretzeln zu neujahr um des knaben hals, statt angebinde heist es auch ein- ^ 
WW. c (e/.9tot fOfl?- gebind e, Besold erklärt einbindgeld: munusculum, quod recens baptizato , 
U f c% Y oüaJ *iw (jfiiü) rjlr eiv infanti datur^fasciis. quasi indere, numum charta involuturn muneri dare. in Öpr 
Luzern einbun 7 d, in Schlesien gebindnis, in Ostreich bindband oder ^Qo TfluJe* 
nach Höfer 1, 85 bundband, im Elsafs hingegen^ strick, in a Schwaben r ( t :?r 
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a % a k I , /a nach Höfer 1, 85 bundband, im Elsafs hingegen^ strick) in Schwaben I 
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^ lücaY Titt*, |a\IoaY iw 'mjj Temem^rance ' Braiu) (fl. ttW. «. %>(<,'> 
OflLf . P * 11) 'I <i a noch beobachten, derUraucb solches zinnernes ger’athe als galanterie zu tragen hatte t tmcJw OcMJüe 
T sich forterhalten; wie lange mag er wol gedauert haben? Noch die heutigen französischen 
Wörterbücher erklären 'galanterie 3 durch petit present, 'faveurs’ durch rubans tres etroits i / r\ 
and auch Philander im ersten gesicht s. 27 sagt: andere närrisch verliebte sind wunder-[]b IfPGwW- 
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liehen anzuschauen und möchte mancher meinen, er sehe einen kramgaden aufgethan, so 
Ttdmancherlei färben von nesteln, bändeln, zweifelstricken, schlüpfen und anderen so sie 
*V V* p~j favores nennen (am rand steht 'favorn") sind sie an haut und haaren, an hosen und wambs, __ 
- O0$M ^ l e lb U nd seel verändert verstellet behenket beschlenket beknöpfet und beladen. Woraus < f 
sich ergibt, dafs männer und frauen solche geschenke als Zeichen des heimlichen ver- '£ ^ 9 Oä-' 
ständnisses anhiengen oder anknüpften; Avar die sitte aus Frankreich eingedrungen oder 
nicht, gewis gieng sie dort um die angegebne zeit auch im schwang. Da aber oft falsch- 
heit und lüge mit unterliefen, so erklärt sich die noch heute fortdauernde ausdrucksweise 
'einem etwas aufbinden, aufheften. 3 Frisch 1, 649 a führt aus Petri Apherdiani methodus 
discendi formulas latinae linguae. Colon. 1577 p. 17 die redensart an 'einem etwas auf 
den maw (ermel) binden farcire centones. Der ermelbänder gedenkt Riemer im polit. 
Jmaulaffen 1680 s. 74 und im polit. Stockfisch 1681 s. 81. luA6a.>Ät< 
i. # ( j ) haisband umwenden = umthun. ^ Ettners^unwürd. doctor s. 156. v K»ui|Xlc\ 
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