Full text: Über Schenken und Geben

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 202 
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dextra dei fundo paterae confixa stat imo^ 1 ) 
quam, dum pernoctat ibi, quidam summus ei dat. 
statt der griechischen goldschalen nennt die einfachheit und armut unsrer Vor 
zeit nur einen aus knotigem nufsbaum geschnitzten becher(patera nucerina)( 2 ) .,nj 
und die weislhümer tischen überall weifse holzbecher auf: dem richter wird ^Xc-Lvy>,/otJlo 
der höchste stul, die schönste schüssel und der weifseste becher zugespro- [ l ; GGQ 
eben (3, 59. 113. 124. 161), dem richter einen neuen becher (3, 71), sehen- VQa^<l 
ken in einen witten beker (3,84)( 3 ), ein schenkbecher vol rotes wines (1,340.) f" 1 
Die trinkgelage des alterthums erklären den vorherschenden gebrauch der 
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-Q iniiKgcidgc uw ctitci 111U.IUÖ viividicii ucn vumciöcuciiucii ^vuiauvn ua 
• deti Qew&weydO bechergabe und bestätigen das einschenken als älteste Verehrung oder ehrengabe. haJtu^tu^^w) 
j nwi( A)cirv , Thiere schenkt jeder nach seinem stand, der hirt rinder und schafe, x 
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fTMubrjvt hui TtQwßu* der edelmann rosse, hunde und habichte zur iasd. ich schränke mich hier r 
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=. uW.frei0(XX^, O(Ltw*0iib*to-'f auf die rosse ein, und darf mutmafsen, wenn die gäbe feierlich erfolgen Cpy cwnenvu 
• Ktlhcd l’Q.o sollte, dafs der geber ab, der empfänger aufstieg. Wie aber vorhin das ver- ^ 
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ißll ^tuk gewahren wir hier ähnliches bei einer benennung der geschenkten sache. 
schon Ulfilas setzt maijDins für gr. Sägov und das alts. methom, ags. mädm, J 2.<j ; 
meidm drücken kostbarkeit, cimelium aus. wir würden über das wort , {/ 
dunkel bleiben, führte uns nicht die mhd. spräche meidem, meiden 
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deutlich als eine gattung von pferden vor, wobei die abstechende consonanz ]ß e0 y ly^Oj 
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bum schenken aus dem lebendigen übergieng in den abgezogenen begrif, 
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schwerlich an maitan secare denken läfst, auch bezeichnet das in oberdeut 
schen mundarten unseltne wort gar nicht das yerschnittne thier. nun darf 
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nrv^riQjLCcVvf rr*M tfiuo, 
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auch die den ags. dichtem geläufige Verknüpfung 'mearas and madmas’ (ahd. 
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rf'G’ o^^marahä joh meidumä?) im rechten licht erscheinen. vcfyC. bofiafa 0^ [fifjy^ 
Mit der gäbe des rosses sehn wir häufig zugleich die des gewandes Y Ga ^/^ 
- verbunden, c den fremeden und den künden gap er ros und gewanf heifst es 
^ 28, 4, und 1092, 1 üz miner kamere so heiz ich dir geben 
5ftwz üäatioÜTr^) iW 1 *h«, L YOn rossen und von kleidern allez daz du wiL ' ^ ' 7 4 / l V U ^h 
cleiUefcVv ^^MSH. 3, 171“ des edeln ritterschaft ich sach an dich geleit mit rosse und ^ -riAJÄ 0 
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C 1 ) Fischart in der trunkenen litanei (geschichtskl. m. p. 88*) läfst einem trinker zu- 
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ru f en; e fmdst grund? sichst den herrgott am boden? 5 es werden sich wol noch in samlungen Kß- - . 
becher finden, auf deren boden gottes bild eingegraben steht, f" SixjChiui j» Jtt, {^aywdoi^ 
q ( 2 ) vgl. henap mazerin (aus maserholz) im Garin 2, 79; bekannt sind die aus birken-pocuh* ^ 
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rinden in der mailust zusammengefügten 'birkenmeier. Ctho^r\^yh^ni\e- • ^i]^ 
( 3 ) swenne ich sihe bringen in wizem becher guoten win, daz nim ich für des meien 
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