Full text: Über Iornandes und die Geten

©Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 199 
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so sagt Greg, turon. 2,9 nach Sulpitius Alexander dasselbe von den Franken: 
sagittas tormentorum ritu effudere, inlitas herbarum venenis, ut summae cu 
tis neque letalibus inflicta locis vulnera haud dubie mortes sequerentur. Ge- 
ten und Gothen bedienten sich neben dem bogen auch des Schwerts und 
speers, Pont. I. 2,106 
stricto squalidus ense Getes, 
welche griech. form Ovid im nom. sg. abwechselnd mit Geta verwendet. 
Bemerkenswerth ist die zweimal vorkommende Verbindung Bessi Getaeque, 
Bessos Getasque Trist. III. 10,5. IY. 1,67; denn diese auch anderwärts als 
thrakisches volk aufgeführten Bessi (*), gegen welche Lucullus gefochten 
haben soll und aus deren spräche lornandes cap. 12 den namen Hister leitet, 
gemahnen an den späteren patricier Bessa (oben s. 6. 7), der den Römern 
unter Beiisar diente und eben aus Thrakien stammte, lornandes nennt ihn 
cap. 50, Procops stelle 2,81 ist zumal wichtig: 6 BeWctg ovrog TorSog /usu 
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lv&ev&£ lg ’lraXlav hryiye rov TotSüov Asuov. hier wird keiner den Procop der 
Verwechslung der Gothen mit Geten zeihen, da Theoderichs zug nach Italien 
über die Wirklichkeit der Gothen keinen zweifei läfst und des namens deutsch- 
heit über dies aus dem altn. Bessi hervorspringt ( 2 ). diese Bessi müssen 
also seit dem ersten jh. noch lange zeit hindurch ihren sitz in Thrakien be 
hauptet haben. Was den Hister oder Ister angeht, so hat dies wort wirklich 
deutschen klang (altn. istr, istra adeps, arvina, schwed. dän. ister pinguedo) 
und könnte den fetten, befruchtenden ström bezeichnen; Donau (ahd. Tuo- 
nowa, mhd. Tuonouwe) entspringt aus dem celt. Danubius, f Wie es sich 
Strabo vorstellt, hiefs der flufs den Dakern Donau, den Geten Ister. 
Jetzt darf ich schon getroster fragen: wenn zu beginn des ersten jh. 0\J. yjty (k.yk-'JW 
Ovid die pontischen Geten als zahlreiches, unternehmendes, unbesiegtes ’ 
volk darstellt, wie sie schon unter Dromachaetes und Boroista erscheinen, 
wenn Cassius Dio, worauf nachher eingegangen werden soll, Domitians und 
Trajans kriege mit den Dakern aus desselben jh. ende erzählt; sollen diese 
getischen Völker plötzlich von dej/ erdboden getilgt, in denselben thrakischen 
(*) sie wohnten am Strymon, ein ort Bessapara lag näher dem Hämus. 
( 2 ) zu erwägen bleibt gleichwol der name Bassus, wie im j. 312 ein praefectus urbis 
Romae hiefs. cod. jnstin. V. 34, 11. es kommen auch andere Bassi vor. 
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