Full text: Über Diphtonge nach weggefallnen Consonanten

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der altnord, form wurde noch nicht gefragt, sie lautet egg = eggi oder ohne 
umlaut aggi genau wie tveggja beggja zu tvaddje baddje. der paragogische 
pl. des ahd. eigir, ags. ägru würde einen goth. addiza fordern, wie jener gen. 
zueiero ein goth. tvaddaize. Erwägen wir verwandte zungen, so trägt das 
ir. ugh dieselbe media zur schau, diphthongischen laut aber das slav. jaitze, Vum 
böhm. wegce (sprich wejze) mit diminutivendung (*); unverkleinerte form 
gewährt das poln. jaje, altböhm. wage, das lett. ohla = ola entbehrt der 
gutturalis. Deutlich elidiert ist die muta im gr. mv, man hat die wähl nach 
Hesychs oißeu für wct anzunehmen ujßov oder digammiertes wfov, was den 
Übergang zum lat. ovum erklärt, das sich ganz wie ovis oig oder wie novus 
veog niujis neov nig gebärdet ( 2 ). Glänzenden erweis des hohen alters unsrer 
goth. form addi liefert aber das skr. anda mit nasallaut (Bopps gloss. 5*), 
N schwindet vor der lingualis, wie im ags. nedan für goth. nanf)jan, ahd. 
nendan, tod für goth. tunjms, ahd. zand oder der ags. tertia pl. -ad für goth. 
-and; man erwäge wät und gewand vestis. Ist aber das D in addi anda wur 
zelhaft, so mufs es auch der fall sein in tvaddje, und tvai dva duo Svuo schei 
nen verengte formen wie unser ei. 
Den Gothen bedeutet vaddjus relyj>g, grunduvaddjus dsjJLeXiov, es ist 
das altn. veggr wie addi egg, und dem goth. baurgsvaddjus entspricht völlig 
das altn. borgveggr (Saem. 5*); die ags. form lautet vah gen. vages, ich bin 
unschlüssig über die quantität, man sollte väg erwarten wie äg ovum; oder 
hatte der laut production empfangen wie im ahd. ei eig und ist vah vages zu 
schreiben? seine gleichheit mit vaddjus steht fest, vaddjus hielt ich früher 
zu ahd. wal walles und nahm Übergang aus DD in LL an, wie er öfter vor 
kommt z. b. altlat. sedda für sella, und unser fallen scheint dem slav. paditi 
nah, dazu kommt die ahd. Zusammensetzung kruntwal, ags. grundveall == 
grunduvaddjus, so dafs auch die altn. veggr und völlr, die ags. vah und veall, 
dem sinn wie den buchstaben nach, sich verwandt lägen, fast wie das gr. 
7oi%og wand hausmauer und rs7%og bürg oder Stadtmauer. Näher liegt also 
vaddjus dem ahd. want gleichzusetzen, zumal in beiden das weibliche ge- 
schlecht eintrift, während altn. veggr, ags. vah männlich sind. ahd. want 
(*) zu welcher das neufriesische ayce (Epkema woordenboek op Japicx s. 12) schein 
bar, nicht wirklich stimmt, denn dies C ist K, also ayke, nhd. eichen. 
( Z ) vgl. auch eigelb, luteus.
	        

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