Full text: Über Diphtonge nach weggefallnen Consonanten

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mit der wurzel, zu welcher dags dies, don facere und anderes oben be- 
sprochne gehören, haben sie nichts gemein; diyan und daujous sind lautver 
schoben, dags und don nicht. 
Snivan ist altn. snüa vertere, flectere, dessen praes. sny völlig dem 
by hahito von büa gleicht; das praet. aber hat kein snio, sondern schwach - 
formiges sneri, wie gröa, söa greri, seri erhalten, mit scheint, dafs ahd. 
sneccho, mhd. snecke, ags. snägel snegel, engl, snail limax diese wurzel be 
kennen, und von dem sich windenden drehenden kriechenden oder dem ge 
wundenen haus so geheifsen sind, auch das goth. snaga snagins vestis könnte 
davon genannt sein, dafs es sich um den leib windet. GG zeigt altn. snöggr 
agilis citus, comp, snöggvari. Ohne zweifei führen sich goth. sniumjan pro- 
perare, sniumundö festinanter, ahd. alts. sniumo cito, altn. snemma inane 
auf snivan zurück; mit blofsem Übergang des SN in SL gilt ahd. sliumo, 
sliuno, woraus das mhd. sliunic, nhd. schleunig zu erklären ist. auch ahd. 
snel citus, nhd. sniallr und snarr celer werden sich derselben wurzel nicht 
entziehen. 
Ein ähnliches altn. verbum nüa praet. neri, terere, fricare scheint das 
ahd. nüan, nouwan tundere, praet. niu (wie hiu cecidi) part. nouwan; und 
ich möchte ihm das goth. bnauan fricare, conterere unmittelbar vergleichen, 
dessen praet. kaum bnauaida, sondern wahrscheinlich lautete baibnau baibnö. 
Die Slaven besitzen eine mit MN anhebende form, die ich unsrer deutschen 
für verwandt halte: böhm. mnauti, poln. mi^c mn§, russ. mjati terere, con 
terere. 
Ahd. sü gen. süwi, mhd. sü gen. siuwe, nhd. sau; ahd. süwili, siiili 
sucula; ags. sugu gen. suges, engl, sow; altn. syr scrofa nach Biörn neutrum, 
wie dann der genitiv? lat. sus suis, gr. (riis wog und vg vog. das C des lat. 
sucula suculus wie bucula buculus scheint der ableitung nicht der wurzel, 
vgl. ovicula avicula, obschon man equulus hoedulus sagte; das G der ags. 
form möchte ich der wurzel aneignen, die sich von selbst darböte, wenn zu 
weisen wäre, dafs unter sü ursprünglich die säugende scrofa oder das sau 
gende ferkel gemeint sei. Ulfilas überliefert für y^og blofs svein, das von 
su gebildet, wie von |>eins f. javeins, eigentlich also suillum ausdrückt ( 1 ), 
und dem ahd. suin, altn. svin, fries. swin, nhd. schwein entspricht, uns auch 
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(*) v gl* gaitein, falls es Luc. 15,29 neutrum und nicht der acc. fern, von gaitei. 
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