Full text: Über Diphtonge nach weggefallnen Consonanten

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bewährt ( 1 ). drewo bedeutet böhm. holz, drzewo poln., derevo russ. bäum 
und holz, und ist jenes deutsche triu, dessen herkunft hernach nochjunter- 
sucht werden wird, das sich aber füglich dem griech. tyvs eiche and dann 
bäum überhaupt vergleicht, ich kann nicht umhin nebenbei anzumerken, 
dafs unser zimmer, mhd. zimbar, ahd. zimpar, altn. timbr das slav. dub, 
poln. dqh quercus sei, bei uns aber blofs den begrif von materies vertrete; 
% also auch in diesem wort thut sich der Übergang aus bauen in bäum dar. 
Wörter zu klauben ist ebenso verfänglich als lockend, ich will mich 
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an eine der schwierigsten iormen unserer spräche wagen, aui die ich hier 
^ unmittelbar geleitet werde, den begrif des lat. facere oder agere drückt 
noch ein anderes sehr häufiges goth. verbum aus: taujan tavida, und taui 
tojis bezeichnet opus. dafs taujan mit unserm thun, ahd. tuon, ags. don, 
F , > ( i worauf man instinctmäfsig zuerst fallen muste, nichts aufser der bedeutung 
\ 0 ^ gemein haben könne, ist längst eingesehen worden,^lenn für letzteres ver- 
u *5'‘ v bum wäre ein goth. mit D anlautendes zu gewarten, wie die in goth. zunge 
selbst lebendigen deds factum, dedja factor, ja bis zum überflufs das im pl. 
v , . • a / praet. jedes schwachen verbums obwaltende dedum beweist; da dies dedum 
v/okrv>. t^utv T^/htü/Av , . lAl n ^ 1 . .. . , 
- - f / im pl. tavidedum selbst statthndet, wie vermochte taujan einer wurzel zu 
sein mit der die für dedum gesucht werden mufs? so seltsam auffällt, dafs 
weder die goth. mundart zu dedum, deds, noch die altn. zu däd ein verbum 
aufzuweisen haben. Noch mehr, dem goth. taujan zur seite stehn ein ahd. 
zawan zouwan, ein ags. tavjan, altn. tja, freilich mit dem etwas eingeschränk- 
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teren sinn von parare, instruere? allein wie nahe liegt das bereiten und schaf 
fen dem thun? ist doch aucl) ahd. karawan, garawan parare nhd. in die be- 
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f deutung gerben parare coria verengt, altn. göra, schwed. giöra, dän. gjöre in 
’ die allgemeine von facere agere erweitert worden, und gerade so gilt zouwan, 
'l'J tavjan von dem bereiten des leders. Erwäge ich nun ferner, dafs ahd. gi- 
j~ oJ)M 4 n e&{u\anff.. Wp l&~|§ zawa gizouwa (Graff 5, 713) ags. getave supellex, und mit Übergang in kehl- 
ltv ~ J laut a hd. gaziuc (Graff 5, 612) nhd. zeug ganz dasselbe supellex und ma- 
- hetr. öcrf cuhökco / ^ 
Cff. (3>otc^ icatc > . qöfö 0 
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C) man darf wa g en auch das mlat. boscus, it. bosco, prov. bosc, franz. bois (vgl. buche, 
buscbe mlat. buschia), welche wald und bolz bedeuten, und aus keiner lat. wurzel leitbar 
sind, auf unsere deutsche zurückzufiihren, SC verkündet die deutsche endung ISC und ein 
adj. büwisc, büisc würde geradezu ausdrücken, was bagms boum: baumaterial, bolz, kaum 
ist das altn. büskr virgultum, ahd. büsc oder busc (Graff 3, 218), mnl. boscb, nhd. buscb 
aus dem romanischen zurückgenommen. 
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.derart, 
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fr. ‘hRT^y, TsK^v ^ 
Ti\^)(co
	        

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