Full text: Gedichte des Mittelalters auf König Friedrich I., den Staufer und aus seiner so wie der nächstfolgenden Zeit

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1191 von demselben dichter oder, weil ihm nur geringer poetischer werth 
zusteht, von einem andern ausgegangen ist; ich fand es zu Bamberg im cod. 
AB. 4, 29 fol. 143-149 3 (saec. xm ineunt.) und setze daraus den anfang und 
das ende her: 
Rithmus de expeditione ierosolimitana. 
Dum romanus pontifex degeret Verone, 
Vrbanus memori^ atque fame bone, 
Saladinus ipsius absque ratione 
occupavit Syriam fera ditione; 
urbe Tyberiadis armis expugnata 
cetera sunt menia (sua) sponte data, 
non est opus lancea, non est opus spata, 
sic ei subveniunt cum fortuna fata. 
149 3 A natali domini mille ducentorum 
novem minus spacium fluxerat annorum, 
Acon fere circulis obsessa duorum 
idus quarto Julii redditur annorum. 
Den blatt 9 a gepriesenen Petrus papiensis, electus meldensis mufs man 
entweder für Petrus I, der 1173, oder für Petrus II halten, der 1175 bischof 
zu Meaux war (*), und Alexander, den der dichter suus nennt, schiene 
wieder pabst Alexander der dritte (f 1181), wenn nicht das ‘ibi’ stutzig 
machte und wenigstens auf einen in Frankreich lebenden geistlichen des na 
mens Alexander schliefsen liefse. Gleich darauf wird ein Franco getadelt, 
dessen zeit und Wohnort ich zu bestimmen mir nicht getraue, ein Franco von 
Afflighem fällt schon in das erste drittel des zwölften Jahrhunderts ( 2 ), ein 
Franco von Cöln in noch etwas frühere ( 3 ); der name war aber geläufig und 
es wird manche geistliche, die ihn führten, gegeben haben. 
Des liedes auf Richard Löwenherz (fl 199) wurde bereits gedacht, 
\rM(x % bis zum jahre 1208 leitet das auf die ermordung könig Philipps durch den 
COTfrA I()ut «p pf a l z g ra f en > den neffen des oben s. 26 geschilderten, dessen treue anhäng- 
(Xwttatfti (AP ojl>4 Cto* üchkeit an das staufische haus nicht ahnte, dafs die 'gladii severitas’ gegen 
(*) Gallia christiana 8, 1116. 1117. 
( 2 ) Hist. litt, de France 11, 588. 
( 3 ) Von Räumers Hohenstaufen 6, 666. 
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