Full text: Deutsche Grenzalterthümer

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Jacob Grimm: 
Wülka^y 
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wofür ältere urkunden JVodenstorp liefern (z. b. eine von 1179 in Falke 
trad. corbei. p. 770) ( 1 ). In den Niederlanden hiefs ein gewisses handmafs 
oder die spanne TVoenslett (mythol. 145) d. i. wieder Woedenslet, Woedens- 
glied, Ai%ag, der raum zwischen daumen und Zeigefinger und auch in dieser an- 
Von^roux |of5ET- 14uJ6. ^ 
xAsOmI 
‘ALTi 
Wendung erscheint ja Wodr 
also buchstäblich nichts an 
müssen, ein gegensatz zu 
Zeichen fortgeschrittner, v 
regelmäfsige stocke und ra 
in einer andern grenzurkui 
Diesen vermutunge 
leicht yon andern seiten 
über die heiligkeit der gre: 
ihren bezug auf bestimmte 
wenig auffallen wird. Vo 
heren wesen benannt sind, 
Ich finde dafs gott< 
P »j . landesgrenze yorgenomme 
ywfo «^****rK« gottheit jeden freyel abw< 
jedem kämpfer aus beide 
Thorr selbst mit dem riesi 
Kxii Y\ CL UjJUl 
Jenes ags. Vodensstoc drückt 
palus, und stock oder pfal 
immer des Donnergottes, als 
ng angesehn werden, welche 
lteren Zeichen setzte. Auch 
0 der ausdruck se stoc. 
letzter aufmerksamkeit viel- 
len, füge ich noch einiges 
linzu, das sobald man einmal 
otan oder Donar anerkennt, 
inzelne grenzfelsen nach hö- 
zweikämpfe, häufig auf der 
eher stelle die gegenwart der 
wei gebieten der grenzraum 
gewährte. So z. b. kämpft 
noerV Sn. 108. Darum fal- 
f\A 
öA Oiui (iM, 
6M'2ü) k'ontitik-l 7iA*am 
len im mittelalter so viele uunugauge uuer mseiKärnpfe vor; insein oder auen 
lagen mitten zwischen zwei ländern. Noch heute pflegen zweikämpfe auf der 
grenze stattzufinden, damit der überlebende theil ungehindert die flucht er 
greifen könne. 
Schwere strafen und bufsen waren gegen jeden verordnet, der die 
grenze beschädigte, den rain abweidete oder laub von dem heiligen mahl- 
baum brach ( 2 ). Die härteste aber traf den frevler, der grenzeichen mutwil 
lig verrückte und grenzsteine in trügerischer absicht ausgrub. Einen solchen 
(*) Wie heifst das baireutische Wonsiedel in alten urkunden? f* 
( 1 ) So in einem cretischen grenzstreit, der beim altar der Diana Leucophryena verhan 
delt wurde (Böckh inscr. 2, 1103) vopoig Ugoig xcti ugaig neu zTurlfjioig uvuSsv SisxsxijoXvto, 
"Ivcc fXY^stg Iv tw hguj rov Aiog tov AihtuIov hwsjUY) jUy'ts ivavXocrTccrYj (jlyjTS cmslgy 
gvXsvri, Doch mag dies verbot mehr auf des Zeus heiligen berg in Creta gehn als auf 
den ooiog.
	        

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