Full text: Liederkraenze für Jugend und Volk

68 III. Lebensglück u. Beförderungsmittel desselben. 
hen Sonnenblick, eines ungetrübten Abends Erben, 
strahlen sie des Greises Licht zurück. 
5. Er erbebt nicht an des Grabes Rande, denn 
er fühlet seines Herzens Werth; und der Tod, der 
seinen Köcher leert, wird ein Genius im Lichtgewande, 
der die Fackel lächelnd nieder kehrt. 
Müchler. 
109. Der Freundschaft ewige Dauer. 
Mel.: Also hat Gott die Welt geliebt rc. 
(124.) 1. Nicht blos für diese Unterwelt schlingt 
sich der Freundschaft Band; einst, wenn der Vorhang 
niederfällt, wird erst ihr Werth erkannt. 
2. Dort, wo der Freuden Urquell ist, nichts un 
ser Auge trübt, wo sich das volle Herz ergießt, und 
seliger sich liebt; 
3. Dort wird der Freundschaft hoher Werth, den 
du und ich gekannt, von Engeln Gottes selbst verehrt; 
dort ist ihr Vaterland. 
4. Verwandte Seelen lieben sich zwar hier schon 
unverstellt; doch reiner noch, als du und ich, in jener 
besseren Welt. 
5. Wenn nun die letzte Stund' erscheint, wenn 
sie mich von dir trennt, wenn über mich dein Auge 
weint, dich meines kaum noch kennt; 
6. Dann wird für dich mein letzter Blick, mein 
letzter Hauch noch fleh'n; dann tröstet mich das größte 
Glück: ein frohes Wiedersehn! 
110. Der Friedliche. 
Mel.: Mir nach, spricht Christus oc. 
(108.) 1. Es ist so köstlich, Hand in Hand das 
Leben zu durchwallen, und nicht um jeden kleinen Tand 
mit Menschen zu zerfallen. Umfasset euch mit Mensch 
lichkeit und — laßt der Hülle Zwist und Streit! 
2. Wohlan! auf frohe Wanderschaft reich) ich die 
Hand euch, Brüder! mit treuem Sinn. O drückt mit 
Kraft die treue Hand mir wieder, und tragt mich
	        

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