Full text: Liederkraenze für Jugend und Volk

14 
II. Gott in der Natur. 
4. Wenn ihr im muntern Kreise schwebt, und 
hüpft im Tanz und Reihn, gehorsam und unschuldig 
lebt; das heißet: „dankbar seyn." 
24. Beim Spaziergang. 
(A. 5.) 1. Singt, Brüder, beim Spazi'ercngehn 
die Feste der Natur! Wie groß ist Gott und o wie 
schön ist er auf dieser Flur! Der Winter deckte sie 
mit Schnee; es schwieg der Wasserfall; nun murmelt 
er im bunten Klee zum Lied der Nachtigall. 
2. Hört! wie auf dem besonnten Rain die muntre 
Grille schwirrt; und wie im dunklen Erlenhain die 
Turteltaube girrt! Hört, wie der Lämmer Lustgeschrei 
im hohen Thale schallt; und wie der Hirten Feldschal 
mei am Felsen wiederhallt! 
3. Mischt, Brüder, ihrem Wonneklang auch euren 
Jubel ein: Gott schuf auch uns für den Gesang, die 
Vögel nicht allein! Nur der sey traurig, dessen Herz 
ihn bei sich selbst verklagt; der frohe Tanz, der heitre 
Scherz bleib ewig ihm versagt! 
Pf-ffel. 
Maigesänge. 
25. 
(24.) 1. Willkommen, lieber Mai! so schön hab 
ich dich wahrlich nie gesehn. Warm ist die Lust, der 
Himmel blau, der Baum ist grün und grün die Au! 
2. Die Nachtigall und Lerche singt, der Käfer 
schwirrt, das Lämmchen springt; und Jung und Alt 
und Groß und Klein wärmt sich am milden Sonnen 
schein. 
3. Wie froh ist Alles, was da lebt, der Vogel, 
der in Lüften schwebt, und ich auf meiner Rasenbank, 
bei aller Vögel Waldgesang. 
4. Schön ist die Welt und voller Pracht, und 
groß der Herr, der sie gemacht! Sie preißt, so weit 
ihr Raum nur geht, des Schöpfers hohe Majestät.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.