Full text: Liederkraenze für Jugend und Volk

120 IV. Gesänge bei besonderen Veranlassungen. 
6. Jetzt ist sie stumm bei unserm Schmerz; doch 
aus der todten Hülle spricht heimlich ernst an unser 
Herz der heil'ge Gotteswille: 
7. „Ihr Kindlein, frisch und rosenroth, nützt 
fromm des Lebens Stunden; dann werdet ihr, getreu 
im Tod, dem Himmel reif erfunden." 
Nach Lieth. 
179. Bei dem Tode eines Lehrers. 
Mel.; Liebster Jesu! Wir sind hier rc. 
(74.) 1. Sanft, wie er gewandelt hat, endet 
sich zum Trost der Seinen, dieses Edlen Erdenpsad 
dessen Hingang wir bewesnen; ihn, der sanft von uns 
geschieden, lohnet nun die Ruh der Müden. 
2. Klaget nicht an seiner Gruft, die nur seine 
Hüll' umschließet, nur den Staub zum Staube ruft, 
da sein Geist den Lohn genießet, der der Tugend ist 
beschieden, Seligkeit und Himmelsfrieden. 
3. Vater! treu ging er den Pfad hoher Tugend 
bis an's Ende, und gab nun nach deinem Rath seinen 
Geist in deine Hände, und die Kraft von seiner Lehre 
trocknet unsre Wehmuthszahre. 
4. Laß die schöne Tugendsaat, ausgestreut von 
deinem Lehrer, keimen reich an heil'ger That! laß uns 
würdige Verehrer deiner Tugend schon auf Erden, 
laß uns gut und weise werden. 
5. Laß ihn ruhen sanft und mild, unsern Freund, 
uns ewig theuer! Und ein Blick hin auf sein Bild 
sey uns sanft wie Frühlingsfeicr! Seine schonen Tu 
gendlehren wollen wir durch Thaten ehren.
	        

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