Full text: Liederkraenze für Jugend und Volk

Frohsinn und Freude. 
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Kreis und dann in's Thal hinunter. Man sieht's ihm 
an, wie es sich freut in seiner Zierd' und Reinlichkeit. 
3. O! seht im goldnen Abcndglanz des Kirchleins 
Fenster strahlen! Wie eine Braut im Blumenkranz', 
so steht es da, zum Malen. — Ei schauet! wie^ es 
glänzt und glüht und wie ein Psirsichbäumlein blüht. 
4. Doch immer wirds ihm nicht so gut, oft to 
ben Sturm und Regen um's Kirchlein, doch es denkt 
voll Muth: das wird sich auch schon legen! Mag 
auch Gewölk und Wetter dräun; auf Regen folget 
Sonnenschein! 
6. Und glaubt es nur, nicht minder schön ist's 
Kirchlein auch von innen. Fein blau und weiß die 
Bänke stehn und ist so still darinnen. Und Sonntags 
steht kein Bänkchen leer; nein, solch ein Kirchlein giebt's 
nicht mehr! 
6. Und wenn die Orgel glänzt und klingt mit 
ihren Silberpfeifen, wie dann ihr Schall das Herz 
durchdringt! Es läßt sich kaum begreifen! Man 
steht und hört's mit Staunen an und fühlt, was man 
nicht sagen kann. ' 
7. Hoch oben an des Pfeilers Wand die Kanzel 
herrlich thronet, gar wundersam von Meisterhand ver 
goldet und gebohnet. Dann kommt der Pfarrherr un 
verzagt, wohl wundert's einen, wie er's wagt! 
8. Er aber tritt als Held hervor und leitet seine 
Heerde zur Himmelsbahn, und hebt empor die Herzen 
von der Erde. Sanft träust fein Wort, wie milder 
Thau, auf eine dürre Blumenau. 
9. O, seht! die liebe Sonne sinkt, es dunkelt 
schon imThale! Nur noch des Thurmes Spitze blinkt 
im letzten goldncn Strahle. Wie wird's so heimlich 
rings umher! Nein, solch ein Kirchlein giebt's nicht mehr! 
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Krummacher. 
140. An die Freude. 
(21.) 1. Stille sanfte Freude, wann erblick' ich 
dich? In der Unschuld Kleide bist du schön für mich.
	        

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