Full text: Hänsel und Gretel

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lacht und das Wasser in Munde zusammen- 
läuft. Diese Suppe soll der Hänsel mor- 
gens und abends zu essen kriegen, dass 
er fett wird wie ein kleines Schwein und 
ihm der Saft aus allen Poren trieft, 
wenn ich ihn mit meiner Gabel anpieke. 
Hm, hm, ich schmecke ihn schon, wenn ich 
ihn gebraten auf meinem Teller liegen 
sehe. (Sie geht zum Stall) Na, mein Fest 
tagsbraten, wie geht es dir denn? 
HÄNSEL: (gackert) Gagaga. (HEXE nimmt die 
lange Gabel und piekt zwischen die Stä- 
be. HÄNSEL aufgeregt tuend) Gagaga. 
HEXE: Der ist fort. Eiei, da sitzt ein 
Huhn drin. Kinderchen, ich sehe so 
schlecht, sagt mir doch, ob der Hänsel 
noch im Stall sitzt. (HÄNSEL macht mit 
dem Fähnchen verneinende Gesten. Kinder 
werden schreien) Sitzt da wirklich ein 
Huhn drin? (Kinder; Ja) Dann ist mein 
Braten weg, dann kann ich nur das Hulm 
essen. Will mal sehen, ob das wenigstens 
fett ist. (Streckt die Nase zwischen 
die Stäbe. HÄNSEL zupft sie an der Nase) 
Aua, aua, das Huhn hat mich in die Nase 
gepiekt. Aua, aua. (Sie sticht mit der 
Gabel wieder in den Stall) Ksch, ksch. 
(Jetzt streckt HÄNSEL das Fähnchen oben 
heraus, sie greift nach dem roten Tuch) 
Da flattert es, da flattert es. (HÄNSEL 
zieht die Fahne ein) 
HÄNSEl: Kinder, wenn ich wieder winke, 
sagt zu der Hexe, das Huhn sässe auf dem 
Baum, oder auf dem Dach, am Backofen, 
auf dem Häuschen. 
HEXE: Wenn ich nur nicht so schlecht se- 
hen könnte. Sagt mir doch, wo ist es 
denn? (Piekt noch einmal in den Stall, 
trifft HÄNSEL)
	        

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