Full text: Hänsel und Gretel

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DRITTER AKT 
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Das Hexenhaus. 
(Spätnachmittag. Links das Lebkuchen- 
haus, in der Mitte, der Bühne hinten der 
Backofen, rechts vorne der Gänsestall. 
Eine Katze miaut langgezogen, man hört 
von weitem die Stimmen der Kinder.) 
GRETEL: Hänsel, wo bist du? 
HÄNSEL: Hier, hier. 
GRETEL: Wo denn? 
HÄNSEL: Hier, ich seh dich. 
GRETEL: Komm doch mal zu mir, ich riech 
so was Gutes. 
HÄNSEL: Was dann? 
GRETEL: Kuchen. 
HÄNSEL: (bei ihr) Hm, wo kommt denn der gu- 
te Geruch her, komm, wir wollen uns mal 
die Augen zuhalten und ganz stille sein, 
wie so ein Hund schnuppern, wo der gute 
Duft versteckt ist. (Sie treten auf, die 
Hand vor die Augen haltend, schnuppernd) 
GRETEL: Hänsel, ich halt's nicht mehr aus, 
das riecht so gut hier. 
HÄNSEL: Das muss in der Nähe sein. Du 
darfst aber noch nicht die Augen aufma- 
chen, dann riecht man schlechter. 
GRETEL: (stösst an einen Baum) Au Jetzt 
hab' ich mir meinen Kopf angeschlagen. 
Hänsel, komm doch mal her. 
HÄNSEL: Wo bist du denn, ich seh ja gar 
nichts. 
GRETEL: Tu doch mal die Hände runter und 
guck mal, ob es bei mir blutet, nachher 
können wir weiterriechen. (HÄNSEL geht 
zu ihr und untersucht die Stirn) 
HÄNSEL: lch seh kein Blut - keine Spur. 
Da, ein kleines Horn wirst du bekommen,
	        

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