Full text: Hänsel und Gretel

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HÄNSEL: Kinder, habt ihr das auch gehört, 
sie wollen uns nooh tiefer in den Wald 
führen. Was sollen wir denn jetzt tun? 
Habt ihr nicht wieder so einen guten 
Rat, Kinder? 
GRETEL: Hänsel, lauf doch schnell in den 
Hof und such Kieselsteine zusammen, 
dass wir sie morgen auf den Weg streuen 
können. 
HÄNSEL: Ja, ich lauf hinaus und hole Stei- 
ne. (Sein Kopf verschwindet, man hört 
ihn leise an der Tür rütteln; sie ist 
verschlossen) 
GRETEL: (ruft vom Fenster) Hänsel, Hänsel. 
HÄNSEL: (wieder bei ihr) Gretel, ich kann 
nicht heraus. Kinder, die Tür ist ver- 
schlossen, ich kann keine Steine holen. 
Was machen wir jetzt, was können wir 
jetzt auf den Weg streuen. 
GRETEL: Weisst du was, du zerbröckelst 
dein Brot morgen früh und streust das 
auf den Weg, dann finden wir bestimmt 
leicht wieder heim, 
HÄNSEL: Ja freilich, das Brot können wir 
auf den Weg streuen. 
GRETEL: Du, Hänsel, gib mir mal deine 
Hand, fühl doch mal wie mein Herz klopft. 
HÄNSEL: Ich bin doch bei dir, fühl doch 
mal meine Muskeln, ich bin doch stark 
wie ein Riese. (GRETEL fühlt seine Arme) 
GRETEL: Wenn aber im Wald ein Riese kommt? 
HÄNSEL: 0, dem spring ich auf den Buckel, 
dann mach ich meine Knöchel ganz spitz 
und hämmere sie in seine Augen, dass er 
blind wird, dann fällt er über Äste und 
Bäume und schlägt lang hin, und dann 
laufen wir fort. 
GRETEL: Aber Hänsel, wenn ein Fuchs kommt, 
so ein roter mit einem buschigen Schwanz?
	        

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