Full text: 400 Jahre Landesbibliothek

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„(£$ 1(1 ber In babtejlgcn -^oc^furfff. ©fetijlc» 
geflanbcnc Olatb, JVüolpb ähifb Äafpf, wel# 
djer ouß Jpannoüer bürtig, mittler ©tatutr, me£c 
Idngttcbt' als runbcti ©efidjtß, Keiner Ttugcn, cf# 
waß groffer gebogene^ fpi|cr Olafe, rotber $aare 
unter einer furj nach bem Äopf gebunbenen S3eu# 
tel-^erugue, rotten Dlocf mit @oib, fdjwarjen tu# 
ebenen, blau mandjeflcrn unb weijj grau jeugertt 
JKocf abwedjfelnb tragenb, mc£rent£eilß einen bur# 
eigen ©ang b<a6 e n&' porgcjlcrn in einem graue» 
lleberrocf non £kr entwichen. 
35a nun bcrfclbc auß bem feiner 2fuf(Td)f an* 
ecrtrauct gewefenen $od)fur(ll. ÜJ?ebaUlen*€abinec 
für 2000 9?t£lr. am SEBcrtb nach feinem eigenen 
©ejlänbnijj entwenbet, unb für 300 Ottfy(r. ÜRe# 
baiUen bepm lombarb ncrfcjt, o£nc was jtd) beq» 
näheret Unterfudjung noch weiter entbeefen bürfte, 
aufferbem aber noch 700 Oftblr. 03orfd)u§ (ri ntec 
jicb bat, mithin an befien ^abbaftwerbung gar fe^tr 
gelegen; fo wirb (eben Orte Dbrigfeit bieburd) .re# 
guivirct, auf bem Fugitivum mogiicbfl ju pigilirety 
i^n im 35etmungßfalle ju arrctiren unb bawon j» 
feiner 'Mußlieferung, gegen Schaffung ber Äofie» 
unb MußflcÜung gewbjjnlicbcc Mencrfaltcn, anbeco 
SRacbrid)t ju geben. Gaffel ben jytcnSOlärj i77f, 
§ürf!l. £efilf$e Dicgtcrung bierfelbjV« GMr 
Persönlichkeiten der sich dem Ende zuneigenden Aufklärungszeit. Vom Vater 
hatte er eine Neigung zur Naturkunde geerbt (1769 bietet der dem Landgrafen 
seine Naturaliensammlung an), aber das Spektrum seiner Interessen ist weiter 
gefaßt, ihre enzyklopädische Vielfalt läßt sich aus der humanistisch-philologi 
schen Grundlage erklären, von der aus Natur- und Geisteswissenschaften 
behandelt wurden. Er ist Antikenbeschreiber, begeistert sich für Benjamin 
Franklins Erfindung eines Farbenklaviers, zeichnet Muscheln, geologische 
Schichtungen, beschäftigt sich mit dem Vulkanismus im Habichtswald, mit der 
Technik der Ölmalerei, übersetzt Theaterstücke (Favarts „3 Sultaninnen“), 
schreibt sogar 1764 selbst anonym ein Lustspiel ,,Die verlorene Bäuerin“, das 
zum Geburtstag der Königin Sophie Charlotte von Großbritannien aufgeführt 
wurde und gut in den Göttingischen Gelehrtenanzeigen 1764, S. 169 besprochen 
wird; es zeichnet nicht uneben einfache Charaktere ohne Herablassung und 
Standesdünkel. Als erster übersetzt er Lessings „Nathan“ 1781/2 ins Englische;
	        

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