Full text: 400 Jahre Landesbibliothek

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Kloster Kaufungen Mitte des 19. Jhs. (Quel 
le s. o. nach S. 282) 
daß im hochgelehrten Göttingen den Brüdern Grimm nichts Besseres widerfuhr. 
Diese Direktion der Bibliothek war weitgehend formal, ähnlich wie bei 
Völkel; die eigentliche Arbeit leisteten Bernhardi und Schubart, die 1830 bzw. 
1834 den Plan betraten. Sein Hauptbetätigungsfeld war das Hofarchiv in Kassel. 
Aber es ist keine Frage, daß etwas von dem Glanz dieses Mannes, der Bedeutung, 
die die wenn auch formale Bibliotheksdirektion mit sich brachte, auf unsere 
Institution fiel. Das erbärmliche Kulturbanausentum Kurfürst Wilhelms I. 
(t 1821) und Wilhelms II. (f 1847), die nichts von der Kunstbegeisterung 
Landgraf Friedrichs II. hatten, konnte so unter Friedrich Wilhelm I., der ab 1831 
Mitregent, von 1847 an dann Kurfürst war, aufgefangen werden. Immerhin hat 
Rommel sich um die Neubesetzung der durch die Brüder Grimm freigewordenen 
Stellen verdient gemacht und dabei sogar noch eine zusätzliche herausgeschlagen, 
dies natürlich nicht ohne die Absicht, sich dann weniger um die Bibliotheksver 
waltung kümmern zu müssen. 
Die imponierende Frucht dieser „Nebentätigkeit“ ist, wie gesagt, die 
voluminöse „Geschichte von Hessen“, die auch heute noch eine schier
	        

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