Full text: Geschichte II (3)

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der einen Hinweis auf den "Schmugglerpfad M gibt. An der ein 
zigen Stelle dieses Wanderweges mit einem schönen Blick in's 
Fuldatal nach Spiekershausen und nach Kassel wurde eine Bank 
zum Verweilen und Ausruhen aufgestellt. In die Rückenlehne 
dieser Bank wurde der Name "Heimatfrieden" eingeschnitzt, her 
Ausblick ist inzwischen mit Bäumen zugewachsen, aber die Bank 
steht noch. Wäre vom Sandershäuser Berg noch das Ysenburg- 
denkmal zu erwähnen, in dessen Nähe auch eine Bank als Ein 
ladung zum Verweilen aufgestellt wurde. Durch die unmittel 
bar vorbeiführende, relativ viel befahrene, Hannoversche 
Straße und das Fehlen eines Waldweges zum Denkmal, war hier 
jedoch wenig Spaziergänger-Verkehr zu sehen. 
Unmittelbar am Rande des bebauten Ortes gibt es auch einige 
gern gegangene Spazierwege mit einem guten Ausblick in die 
landschaftlich schöne Umgebung. An einigen Punkten dieser We 
ge wurden auch Bänke, z.T. mit Tischen, als Einladung zum 
Verweilen und den Ausblick zu genießen, aufgestellt. 
Für die Erfüllung einer Gemeindeverwaltung obliegenden Auf 
gaben wird immer Geld, oft sehr viel Geld benötigt. Je mehr 
Geld eine Gemeinde aus eigenen Einnahmen (Steueraufkommen, 
Gebühren usw.) hat, umso weniger muß mit Darlehn finanziert 
werden.und umso größer ist der finanzielle Spielraum, Eine 
örtlich gut aufgebaute Infrastruktur ist die wichtigste Vor 
aussetzung für eine ausreichende Finanzausstattung einer Ge 
meinde . 
Gemeindevorstand und Gemeindevertretung von Sandershausen 
hatten diesen Zusammenhang früh erkannt und es wurde ent 
sprechend gehandelt. Im Jahre 1955 wurde mit der Ansiedlung 
von neuen Betrieben begonnen und jährlich kamen neue hinzu. 
Das "Bettenhäuser Feld" wurde zum "Gewerbegebiet" erklärt 
und als solches ausgewiesen. Anfänglich von der Gemeinde auf 
zubringende Erschließungskosten u.ä. machen sich, auf Zeit 
gesehen, durch Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen, immer be 
zahlt. Stellvertretend auch für andere sollen hier nur ei 
nige der in Sandershausen neu angesiedelten Betriebe nament 
lich aufgeführt werden. Es sind: Im Bettenhäuser Feld; die 
Fa. Sonneberg, Uhrenbau, Fa. Lindner, Maschinenbau, Fa. Reu 
kauf, Metallpreßwerk, Spedition Otto, Druckerei Brehme und 
die Umsiedlung der Druckerei Zahnwetzer, An der Heide; die 
Fa. Orgelbau Bosch. Nicht unerwähnt bleiben soll, die Erwei 
terung des Umspannwerkes der "Preag" -des größten einzelnen 
Steuerzahlers in der Gemeinde- mit dem 110000/60000 Volt 
Frei-Umspannwerk an der Ysenburg/Hannoverschen Straße und 
dem RRo/llo KV Frei-Umspannwerk "Auf den Rottländern". 
Die geschaffene gute Infrastruktur führte dazu, daß im Land 
kreis Kassel, die Gemeinde Sandershausen, hinter der Stadt 
Baunatal mit dem VW-Werk, in der Finanzstärke der Gemeinden 
an zweiter Stelle lag. Ebenfalls lag die umgerechnete pro 
Kopf-Verschuldung der Sandershäuser Bürger wesentlich unter 
dem Landkreisdurchschnitt. Mit diesem u.a. Tatbeständen konn 
te man in Sandershausen gut leben. 
Durch die große Bautätigkeit -auch außerhalb der Grenzen des 
ehemals bebauten Ortes- kamen auf die Gemeinde bei jeder Aus 
weisung von neuen Baugebieten, große finanzielle Belastungen 
zu. Es waren die Kosten für Bauleitplanung, die Aufstellung 
von Bebauungsplänen und Erschließungskosten zu begleichen. 
Für die jeweils neu erschlossenen Baugebiete war es aber so, 
daß aufgrund des "Bundesbaugesetzes" durch eine von der
	        

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