Full text: Geschichte II (3)

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Ebenfalls unmittelbar an der Milchstraße (Ellenbachstraße),in 
der Nähe der Autobahn, wurde mit dem Bau eines neuen, moder 
nen "Wasser-Hochbehälters" begonnen. Er konnte im Jahre ^959 
in Betrieb genommen werden. 
Wir hatten nun in Sandershausen eine moderne Brauchwasserge 
winnungsanlage, mit einem auch für die nächsten Jahre ausrei 
chenden Volumen. 
In 1957 wurde mit einer notwendig gewordenen Erweiterung der 
Schule am Mühlenweg begonnen. Aber nicht durch Anbau oder Auf 
stockung, sondern durch einen Neubau der Klassenräume und ei 
ner Lehrküche und einem Toiletten-Verbindungsbau zur vorhande 
nen Schule. Am 18. Oktober 1958 wurde dieser Schulerweiterungs- 
Neubau an das Lehrerkollegium und die Schüler übergeben. Über 
diesen Schulneubau wurde an anderer Stelle ("Die Schule") be 
reits schon berichtet. 
Das Gelände des "Galgenberges" sollte von der Staatlichen Forst- 
verwaltung nicht wieder aufgeforstet werden. Vom Fiskus wurde 
es der Gemeinde zur Übernahme angeboten und die Gemeinde nahm 
dieses Angebot an. Hierauf wurde im Jahre 1961 von den Gemein 
degremien beschlossen, daß auf diesem hügeligen Gelände eine 
Wohnsiedlung, als ein neuer Ortsteil, gebaut werden soll. Noch 
in diesem Jahr 1961, wurde der Bebauungsplan "Am Galgenberg" 
aufgestellt. Vorgesehen wurde der Bau von 7o Wohnhäuser und 
einer Abwasser-Kläranlage für dieses Gebiet. Im Frühjahr ^962 
wurde mit der Parzellierung der Grundstücke und der Gelände 
erschließung begonnen. 
Einem Beschluß der Gemeindegremien zufolge, sollte bei der Ver 
gabe der zur Verfügung stehenden Baugrundstücke, nur Bewerber 
berücksichtigt werden, die noch kein Grundvermögen besaßen und 
auch sonst nicht zu den "Begüterten" zählten. In wieweit diese 
Vorgabe, und auch durch wen, diese Vorgabe offensichtlich um 
gangen wurde, soll hier nicht weiter aufgeführt werden. Die 
Feststellung, daß sie umgangen wurde soll genügen. Auch einen 
Vorrang bei der Vergabe sollten die im Ort ansässigen Bürger 
haben. 
Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen und alle Voraussetzungen 
gegeben waren, wurde im Jahre 1965 mit dem Bau der ersten Wohn 
häuser begonnen. Die Wohnhäuser wurden überwiegend frei finan 
ziert und nur wenige mit einem Zuschuß von Landes- oder LAG- 
Mittel gebaut. Einige der Häuser wurden unter der Bauträger 
schaft der "Hessischen Heimstätte" errichtet. 
Nach Fertigstellung der Bebauung des "Galgenberges" war ein 
neuer Ortsteil mit einem guten, gehobenen Wohnwert entstanden. 
Der drohte allerdings, durch den Bau des Strom-Freiumspannwer- 
kes der "Preußen-Elektra" an der Lieht, etwas verloren zu ge 
hen. Durch Anordnung der baulichen Anlagen und Bepflanzungen 
konnte aber ein Wohnwertverlust weitgehend verhindert werden. 
Bedingt durch die in den letzten Jahren große Zunahme der Ein 
wohnerzahlen und Vergrößerung des Ortes -die Bezeichnung Dorf 
zu gebrauchen war schon lange nicht mehr "In"- wurde Gemeinde 
vorstand und Gemeindevertretung in einen gewissen Zugzwang ge 
bracht, auch für soziale und die Lebensqualität steigernde Ein 
richtungen zu sorgen. 
Wo den Sandershäuser Bürgern zunächst "der Schuh drückte" war 
in einigen Festzügen der Vergangenheit angesprochen worden. Es 
war das Fehlen einer im Sommer vernünftigen örtlichen Badege 
legenheit . 
Aufgrund dieses indirekten Druckes der Einwohner und auch eige 
ner
	        

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