Full text: Geschichte I (2)

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Es wurde strittig, ob die ELI -10.000,— für die M Alte Schule" 
Papier- oder Goldmark seien. Die Kirche behauptete es handle 
sich uro Goldmark, da der Friedenswert angenommen worden sei. 
Da Wohnhaus und Schulsaal den heutigen Zwecken und Anforder 
ungen nicht mehr genügt, wurde die Kirche vom Schulvorstand 
gefragt, was sie der Schule herauszahlen würde, wenn sie 
Grundstück und Gebäude bekäme. Die Kirche erbot sich einen 
Betrag von RM 8.5oo,— zu zahlen. 
In der Sitzung von Gemeindevorstand, Schulvorstand und Kir 
chenvorstand am 12. März 1929 wurde beschlossen: 
Für einen Betrag von RM 8.5oo,— erhält die Kirche das Grund 
stück mit dem Gebäude der "Alten Schule", jetzt Friedrich- 
Ebert-Straße 9 • Die Kirche verpflichtet sich, bis zum ol. 
Oktober 1931 den Betrag von RM 8.5oo,— an die Gemeinde zu 
zahlen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Schule keine Miete 
zu zahlen. 
Durch Zunahme der Einwohnerzahl und damit verbunden auch 
die zunehmende Schülerzahl einerseits und der nicht mehr 
den Anforderungen entsprechende Zustand des Schulsaales 
der "Alten Schule" anderseits, machte eine an sich schon 
längst überfällige Schulraumerweiterung der Schule am Müh 
lenweg erforderlich. 
Endlich, am "IG. März 1953 ist das Streben nach besseren 
äußeren Schulverhältnissen erfolgreich gewesen. Zwei ange 
baute Schulsäle waren im Rohbau fertiggestellt und sollten 
am oi. Juni bezogen werden. Es wurde aber der 08. August 
1955 Bis sie bezogen und in ihnen unterrichtet werden 
konnte. 
Mittlerweile wurde der Schulsaal der "Alten Schule" längst 
nicht mehr für Unterrichtszwecke genutzt. Höchstens noch 
ab und zu für den Konfirmandenunterricht durch den Pfarrer. 
Durch eine weitere Zunahme der Einwohnerzahl und auch der 
schulpflichtigen Kinder, aber auch um die Unterrichtsstät 
ten (Klassenräume) zu zentralisieren, wurde eine weitere 
Erweiterung der Schule am Mühlenweg erforderlich. 
Am 29* November 1958 erfolgte die Grundsteinlegung für 
die Erweiterung um zwei Schulsäle und eine Schulleiterwoh 
nung, die am 28. März 194-0 bezogen wurden. 
Bis zur Fertigstellung dieser Schulerweiterung wurde der 
Schulsaal in der "Alten Schule" noch einmal für den Schul 
unterricht benutzt. 
Im Oktober ^959 wurde der Schulsaal der "Kleinen Schule" 
an der Kirchgasse der "NS-Volkswohlfart" (NSV) zur Ein 
richtung von einem Kindergarten überlassen. 
Ab April 194-0 kann nun gesagt werden, die Schule in San 
dershausen ist endlich in einem Gebäude zusamroengefaßt. 
Im Krieg wurde das Schulgebäude am Mühlenweg zwar schwer 
beschädigt, aber nicht zerstört. 
Nach dem Kriege, bedingt durch eine stetig wachsende Ein 
wohnerzahl, aber auch neu gefaßte Richtlinien und Aufgaben 
der Schulausbildung, wurde erneut eine Schulraumerweiterung 
-nunmehr der dritten der Schule am Mühlenweg- erforder 
lich. 
Um nun bei dieser erforderlichen Erweiterung auch zu einer
	        

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