Full text: Geschichte I (2)

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Der fünfte Abschnitt befaßt sich mit der Fischerei in der 
Nieste und einem Bürger aus Nieste namens Heinrich Heine, 
der der sogenannte erste "Hessenmann" ist. Die "Hessenmän- 
ner" mußten als einzige Bürger von Nieste immer ihre Abga 
ben an das hessische Amt Sensenstein bezw. Neustadt liefern. 
Die übrigen Bürger zu Nieste wechselten ständig ihre Obrig 
keit. 
Der sechste Abschnitt bestimmt die Einzelheiten über die 
Jagd. 
Die Abschnitte sieben bis zehn widmen sich den Porsten, und 
auch noch der Jagd und der Fischerei in der Ingelheim. 
Im elften Abschnitt wird der "Zehnte" aus den Äckern zwi 
schen Escherode und Nieste, der bisher streitig war, dem 
Herzog Erich zugesprochen. 
Der zwölfte Abschnitt behandelt noch einmal Zins- und Pacht 
angelegenheiten und der 
dreizehnte Abschnitt behandelt die Aufrichtigkeit dieses 
Vertrages. 
S2i&=Vgi^|i§«ng = |l^| =:;:: 2renzsteine = = zwischen = Sandershausen 
An der Landesstraße L 562 von Sandershausen kommend, kurz 
hinter dem "Zoll-Forsthaus" in einer Kurve, an der heutigen 
niedersächsischen-hessischen Landesgrenze, sind auf engstem 
Raum noch sechs alte Grenzsteine vorhanden. 
1. ) Der Brückenschlußstein. 
Die Grenze bildet hier ein kleines Bächlein, das in den Som 
mermonaten meist versiegt ist und "Grenzgraben" heißt. Die 
ses Bächlein wurde zu anderen Zeiten auch "Brandgraben" oder 
"Brandesgraben" genannt. Die älteste bekannte Bezeichnung 
ist "Melbesiegengraben". 
Die diesen Bachgraben überquerende Straßenbrücke, die auch 
Grenzbrücke ist, wurde im Jahre 1818 erbaut, dies sagt zu 
mindest der Schlußstein in der Brücke aus. In diese» Stein 
sind die Buchstaben "WK" und darunter "MF" eingemeiselt, was 
"Wilhelm Kurfürst, mein Fürst" bedeutet. 
2. ) Der Stein unmittelbar an der Brücke. 
Dieser Stein ist der größte der hier vorhandenen Grenzsteine. 
Der auffällige Stein trägt die Inschrift "Kurfüstenthum Hes 
sen". Eine ehemals im oberen Teil des Steines vorhanden gewe 
sene gußeiserne Platte ist nicht mehr zu finden. Auf dem Stein 
befindet sich keine Jahreszahl. Er kann aber erst nach 18©3 
gesetzt worden sein, denn am ol. Mai l8o3 nahm der hessi 
sche Landgraf Wilhelm IX. die Kurwürde an und nannte sich fort 
an Kurfürst Wilhelm I, Dieser Stein hat durch Witterungs 
einflüsse Schaden -insbesondere Steinspaltschäden- genommen 
und wird aus diesem Grund oben mit einer Eisenklammer zusam- 
aengehalten. 
An den Steinseiten sind viele Namen eingeritzt, u.a. auch 
"US-Army 1945".
	        

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