Full text: Brief von Adolf Friedrich Hesse an Louis Spohr

2) Ihr neues Sextett und das 3te Doppelquartett; doch alles wieder nach
Ihrem Ermessen. Sind Sie nicht böse und glauben Sie ja nicht, daß
ich mit diesen Zeilen sozusagen über Ihre Person verfügen will,
es sind dies alles ergebene Wünsche; doch wenn Sie einmal aus-
gesprochen werden sollen, so ist es immer gut, wenn es nicht zu
spät geschieht. Das Übrige Alles bleibt unser Geheimniß.
Ich werde alle Tage wenigstens 20mal gefragt: kommt Spohr
noch? und wann?
Schreiben Sie mir gütigst recht bald, damit ich die Leute mit
einer bestimmten Nachricht beglücken kann, hauptsächlich aber, damit
wir alles wohl vorbereiten können.
Trios von sich bringen Sie wohl auch mit, und noch mehrere Quartetten
zu gefälliger Auswahl. Alles hängt indeß von Ihrer Großmuth
ab.
Grüßen Sie Ihre liebe Frau Gemahlin, ich freue mich recht
herzlich sie bei uns zu sehen.

Hochachtungsvoll
Ihr
dankbarer Verehrer
A. Hesse.

Bleiben Sie nur so lange als möglich bei uns, damit wir
in Kunst und Natur recht schwelgen können.
Die zum Konzert gewählten Nummern sind Lieblingssachen,
genau vom Publikum und Orchester gekannt und deshalb für
das Einstudiren und zum Verständniß der Hörer sehr
zweckmäßig; ich hoffe auch Sie werden damit vielleicht einver-
standen sein.

Volltext von: Karl Traugott Goldbach, Spohr-Briefe www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1850043031

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