Full text: Brief von August Wilhelm Albrecht an Wilhelm Schwaner

sehen unsere Augen letzte Ziele. Die heilige Stunde ist nahe, wo sich die Himmel öffnen =können= für Viele die wachen und erwachten, die Oel auf den Lampen haben.
Lieber Schwaner, ich weiß nicht, warum Sie oder Ihr Sohn auf meinen (Januar)Brief nichts erwiederten, wie es meine Pflicht ist rufe ich Ihnen noch einmal den Decknamen für J.[oseph Anton] Schneider-Franken zu, das Wort Bo Yin Ra = Lose des Lichtes etwa bedeutend. Bruder Schwaner noch ein mal und damit das letzte Mal in diesem Leben bitte ich Sie, Ihren Ruf erschallen zu lassen für einen Lichtbringer, der uns das Endgültige zur unserer Erkenntnis gesagt hat, den unseren Weg erleuchtet wie keiner vor ihm, der den Schleier wegzog von unserem Geheimniß, der im Sinne des ewigen Christus die durstenden Seelen zur Quelle führen will und soll. Nie werden Sie solche Dankbarkeit  von Ihrer Schaar der Selbsterzieher wieder bemerken als für die Bekanntgabe dieser ungekannten, nur dunkel geahnten, Wahrheiten, nie werden Sie selbst so tiefer aus einem Buche geschöpft haben. Theosphie, Mystik, Gnosis  werden mit neuen Lichte dadurch erfüllt. Doch ich will kein Schwätzer werden sondern nur zeugen für die Wahrheit die ich leuchten sehe wie nie zuvor. Wir sind nicht der Vater der seiner selbst bewußt das All durchlebt, doch daß er in unserer Seele geboren wird, werden kann, daß der Meister aller Meister in uns lebendig werde dazu brauchen wir Hilfe von Vorangeschrittenen, von Vollendeten. Gottes Stimme in uns ist etwas unendlich Höheres als die Stimme des Gewissens oder als die Stimme der Brüder die uns von der geistigen Seite der Welt Hilfe bringen Das wollen wir erst einsehen wenn das neue leuchtende Licht uns durchglüht, welches nichts mit der Klarheit des logischen Denkens, mit =Gedankenlicht= von dem Schmitt spricht gemeinsam hat. Darf ich Ihnen das Buch vom Glück und vom Menschen senden für Ihre Bibliothek?
                                Deutscher Gruß       Albrecht

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