Full text: Brief von Adolf Friedrich Hesse an Louis Spohr

nach denen Bürgerwehr und Militär gemeinschaftlich
scharf einschreiten sollen, ganz ruhig.
Kommen Sie daher mit Ihrer verehrten Frau
Gemahlin jedenfalls zu uns, und verschieben Sie
es ja nicht bis nächstes Jahr, da wir schon zu
lange darauf hoffen. Schreiben Sie mir, wenn
Sie über Berlin gehen oder sich sonst
[...] ein paar Tage unterwegs aufhalten wollen,
den Tag und die Stunde Ihrer Abreise nach Breslau
selbst, damit uns die große Freude wird, Sie
am Bahnhof empfangen zu können. Unter anderen
mitzubringenden Kompositionen vergessen Sie
ja nicht das himmlische Quatuor, ich glaube
op. 58 in Es [Nbs] dann das in e-moll.
Entschuldigen Sie meine Unbescheidenheit.
Im nächsten mir zu Pfingsten versprochenen Schreiben
melden Sie mir wohl gütigst schon ohngefähr
die Zeit Ihres Eintreffens in Breslau. Verschieben
Sie diese Reise ja nicht bis zum nächsten Jahre,
wer weiß, was dann alles dazwischen kommt;
dann blüht vielleicht wieder die Kunst überall und
Sie müssen irgendwo ein Musikfest dirigiren.
Daher benutzen Sie, verehrter Freund, die Zeit, wo
man im Allgemeinen keinen rechten Sinn für die Kunst

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