Full text: Zeitungsausschnitte über Werke von Herman Grimm: Essays

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Z 34 
handelt worden waren, jetzt ihre Stimme nach einer würdigern Wohnstätte erheben, 
so wird man darin gewiß keine Unbescheidenheit erblicken dürfen. Lange Zeit mußte 
dringlichern Anforderungen des Staatswesens der Vorzug gelassen werden. Jetzt aber, 
wo die günstige finanzielle Lage den deutschen Staaten gestattet fich in jeder Be 
ziehung wohnlicher einzurichten, dürfte es wohl an der Zeit sein den Gedanken 
nach einem neuen naturhistorischen Museumsgebäude wieder anzuregen, der schon 
einmal, kurz vor dem Ableben des höchstseligen Königs Max, seiner Ausführung 
nahe zu sein schien. 
Möchte es diesen Zeilen gelingen die bayerische Staatsregierung mit dem 
angeregten Gedanken zu befreunden; möchten aber auch unsere Reichsräthe und 
Abgeordneten einem im besten Sinne bayerisch-particularen Vorhaben ihre Unter 
stützung nicht versagen! 
Die Reform des Wahlgesetzes La Ungarn. 
B. Aus Ungarn, im Februar. In nächster Zeit wird das Abgeord 
netenhaus ein Gesetzentwurf beschäftigen der wesentliche Aenderungen an dem in 
Uebung stehenden Wahlgesetz vornimmt. Das ungarische Wahlgesetz datirt aus 
dem Jahr 1648, und ist nebst dem Urbarialgesetz eines der wenigen Gesetze die sich 
unverändert, wie sie Kossuth entworfen und der Landtag beschlossen hatte, bis 
heut erhalten. Schon nach den ersten Wahlen zum 1848er Reichstag war die 
öffentliche Meinung darüber einig daß das Wahlgesetz ob seiner Lücken und Feh 
ler einer Revision bedürfe. Seitdem sind, so oft es in Anwendung gekommen, 
die Mängel desselben stets fühlbarer, der Wunsch stets reger geworden es einer 
gründlichen Revision zu unterziehen, und zwar in zweifacher Richtung: einmal 
sollten die Bestimmungen revidirt werden welche den Census feststellen, dann 
sollte die Art und Weise der Wahl geregelt werden, da der wochenlange Taumel 
und die ungesunde Aufregung in der sich das Land vor jeder Wahl befindet, die 
dadurch herbeigeführte Vergeudung von Geld und Arbeitskräften, dann die be 
reits stereotyp gewordenen Excesse beim Wahlact selbst, nebst den im großen ge 
triebenen Bestechungskünsten, zumeist dem in dem gegenwärtigen Wahlgesetz nor- 
mirten Modus der Wahl zugeschrieben werden, ferner die Willkürlichkeiten die 
sich die Municipien bei Feststellung der Wahllisten erlauben, und die Abnormitä 
ten die hiebei vorkommen, ihren Ursprung in dem lückenhaften Gesetzestext den 
Census betreffend haben sollen. 
Wie bekannt, ist das ungarische Wahlgesetz als eine Errungenschaft des 
Frühjahrs 1848 hinsichtlich der Censusbestimmungen äußerst freisinnig. Man 
ist Wähler wenn man in Städten und Gemeinden mit geordnetem Magistrat ein 
Haus oder einen Besitz im Werthe von 300 fl., vom Land einen Besitz von einem 
Viertel Urbarialsession (6 bis 8 Joch) eigen nennt, oder im allgemeinen ein reines 
Einkommen von 100 fl. genießt, als Handwerker stabil mit einem Gesellen ar 
beitet. Alles was der sogenannten Intelligenz angehört, hat an und für sich das 
Wahlrecht, deßgleichen sämmtliche Adelige des Landes und sämmtliche Bürger 
der k. Freistädte. Auf Grundlage der bei den letzten Wahlen veranstalteten Conscrip- 
tion hatte das Ministerium des Innern eine Wählerstatistik anfertigen lassen. 
Eingeschrieben waren für das gesammte eigentliche Ungarn 792,739 Wähler, die 
nach dem Grund ihrer Wahlberechtigung sich folgenderweise vertheilten: Grund 
besitz 532,896, Handwerk 46,032, Fabrik 654, Handel 14,012, Einkommen 
65,447 , Intelligenz 39,455, endlich 94,243 auf Grund „früheren Rechts," wo 
bei man jedoch nicht glauben darf daß sämmtliche 94,000 kein anderes Recht als 
jenes, adelig oder Bürger einer Freistadt zu sein, geltend zu machen im Stande ge 
wesen wären. Der sogenannte Bundschuh-Adel ist doch vorwiegend nur ein ade 
liger Bauernstand; als Bauer wäre der Einzelne auf Grund seines Besitzes 
wahlberechtigt und kommt das adelige Vorrecht nur wenigen zu gute. 
Wie man sieht, ist die Zahl der Wähler nicht gering: es kommt ein Wähler 
auf 15 Einwohner, während Italien z. B. bloß auf 60 Einwohner einen Wähler 
zählt, und es haben sich demnach auch schon Stimmen für eine Beschränkung des 
Census erhoben. Der Gesetzentwurf ist jedoch darauf nicht eingegangen — wohl 
vorzüglich aus politischen Gründen — sondern hat den Census beibehalten, nur, 
wo es angieng, statt auf Besitz und Einkommen, auf die erlegte direkte Steuer 
basirt. Ja, es ist noch die Zahl der Wähler wesentlich vermehrt worden, da eine 
ganze Classe neu aufgenommen wurde: die der Privat-, Bank-, Fabrikbeam 
ten, Handlungsdiener u. s. w., die bis jetzt ausgeschlossen waren, da das Gesetz 
wohl nur das hinterlegte 20. Lebensjahr, aber eine strenge Selbständigkeit des Wäh 
lers verlangte. So kam es denn daß ein ehrsamer Flickschuster Wähler sein 
konnte, nicht aber der Buchhalter eines Bankiers. Was die privilegirten Wähler 
betrifft, so war es bei der 1348er Umwälzung eine Opportunitätsfrage: jene Ade 
ligen die bereits im Besitz des Wahlrechts waren, nicht durch dessen etwaige Ent 
ziehung zu Gegnern zu machen. Ein Mißbrauch war es aber wenn auch dem 
Nachwuchs das privilegirte Wahlrecht erhalten oder gewährt wurde, wie es bis 
jetzt geschehen. Hier mußte also Ordnung geschaffen werden. In den Städten 
hatte sich der Mißbrauch eingeschlichen daß daselbst vor den Wahlen eine große 
Anzahl neuer Bürger ernannt wurde, die, an und für sich Wähler, ihre Stimmen 
dann zu verwerthen wußten, oder wenigstens einige Wochen lustig lebten. 
Die Art und Weise der Wahl, d. i. die Vorbereitungen zur Wahl, und der 
Wahlact werden durch den Gesetzentwurf ganz neu geregelt. Es enthält derselbe 
darüber eine Reihe specieller Bestimmungen, die sich auf die Aufstellung fixer jähr 
lich zu revidirender Wählerlisten (diese wurden bis jetzt stets nur vor jeder Wahl 
verfertigt), auf die Competenz der Wahlcommissionen, die Abkürzung der Zeit 
zwischen dem Tage der Ausschreibung und dem Tage der Wahl selbst beziehen, letz 
teres um der Stimmenwerbung, und allem Unfug der damit verbunden ist, das Hand 
werk zu legen. Sämmtliche Wahlen würden nun an einem und demselben Tage 
geschehen, der Tag soll vom Ministerium bestimmt, die Abstimmung durch Stimm 
karten vorgenommen werden, jede erwiesene Bestechung die Cassirung der Wahl zur 
Folge haben. Die Abstimmung soll öffentlich bleiben wie bisher. 
Im allgemeinen läßt sich sagen daß, enthielte derGesetzcntwurf nichts weiter als 
was bisher auseinandergesetzt worden, derselbe keiner besondernOpposition begegnen 
Würde, mögen nun auch hinsichtlich einiger Punkte die Ansichten auseinandergchen, 
die äußerste Linke z. B. das allgemeine Stimmrecht, viele die geheime Abstimmung, 
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anders strengere Strafbestimmungen gegen die der Bestechung Ueberführten wün 
schen. Es enthält aber der Gesetzentwurf noch einen Paragraphen welcher tief 
einschneidender Natur ist und die Opposition derLinken geweckt hat, so daß sie jetzt 
bereit wäre den gesammten, wiederholt als nothwendig erkannten Gesetzentwurf zu 
Verwerfen, nur um die Annahme jener Bestimmungen zu verhindern. Das Mini 
sterium schlägt nämlich vor: die Mandatsdauer von drei auf fünf Jahre zu verlän 
gern. Eigentlich ist auch darüber alle Welt einig daß drei Jahre eine zu kurze 
Mandatsdauer vorstellen und, wenn die anfangs vorgeschlagenen sieben Jahre zu 
lange schienen, fünf gerade die richtige Zahl sein dürften. Es ist in Ungarn nicht 
zu fürchten daß die Berührung des Abgeordneten mit den Wählern verloren gehe und 
er denselben fremd werde, dafür wird schon das Municipium, welches doch immer 
Politik treiben dürfte, sorgen, wie auch dafür daß der Abgeordnete seiner Farbe 
treu bleibe; überdieß wird nach den bisherigen Erfahrungen in fünf Jahren wohl 
über % der Abgeordnetensitze durch Tod und Mandatsniederlegungen aller Art 
leer, und würde so der Zufluß junger Kräfte nie aufhören. Die Linke macht dessen 
ungeachtet heftig Opposition gegen die fünfjährige Mandatsdauer, nicht zwar aus 
principiellen Gründen, die in der Sache liegen, sondern aus Gründen die dem staats 
rechtlichen Princip der ausgleichsfeindlichen Partei entspringen. Geht nämlich 
das fünfjährige Mandat durch, so besteht der im Sommer 1672 zu wählende 
Reichstag bis 1877, es fällt also demselben auch die Erneuerung der finanziellen 
und der handelspolitischen Verträge mit Oesterreich zu, die zwar erst 1877 ausgehen, 
aber bereits einJahr früher gekündigt oder verlängert, beziehungsweise abgeändert 
werden müssen. Die Aussichten für die Linke stehen nun so daß sie kaum hoffen 
kann bei den bevorstehenden Wahlen zur Mehrheit zu gelangen, möglicherweise 
aber 1875, wenn bei Beibehaltung der dreijährigen Mandatsdauer damals wieder 
gewählt werden würde. Jedenfalls liegt es in ihrem Interesse die parlamentari 
schen Zügel der Gegenpartei auf so kurze Zeit als möglich in die Hände zu geben. 
Die Linke bekämpft daher, ohne den wahren Grund zu nennen,. das fünfjährige 
Mandat und auch den Gesetzentwurf im allgemeinen, und hat überdieß — hier in 
Uebereinstimmung mit den unabhängigen Gliedern der Deak-Partei — auch die 
Frage der Jncompatibilität aufs Tapet gebracht. 
Jeder Unbefangene wird ihr hier hierin Recht geben, daß es nöthig sei gegen 
den Unfug der mit den massenweise vorkommenden Cumulirungen von „Regierungs- 
amt und Abgeordnetenmandat" geübt wird, gesetzliche Abhülfe zutreffen, damit 
nicht eines schönen Tages auf der rechten Seite des Hauses nichts als Regierungs- 
angestellte sitzen. Es wird wohl nicht möglich sein so weit zu gehen wie einige 
wollen: d. i. jeden als unfähig zur Uebernahme des Abgeordnetenmandats zu er 
klären der mit der Regierung in irgendeinem Vertragsverhältniß.steht; aber sicher 
sollte es unerlaubt sein ein besoldetes Regierungsamt mit dem Abgeordnetenmandat 
zu verbinden. Ob nun ein solcher Regierungsbeamter für oder gegen die Regie 
rung stimmt, immer ist es schlimm: im ersteren Fall liegt alle Vermuthung vor seine 
Abstimmung für erzioungen anzusehen; stimmt und spricht er aber gegen seine Re 
gierung, so lockert er die Disciplin im Beamtenkörper, und der Minister, welcher 
den sprechenden Beamten fürchten muß, verliert jede Autorität. Heute kann es 
in Pest geschehen daß man ganze Abtheilungen in den Ministerien leer findet, weit 
der Chef, der Rath und der Secretär sämmtlich Abgeordnete sind und, statt iw 
ihren Bureaux, im Reichstagssaal sitzen. Wenn sie auch nur immer dort wären.: 
wer zwei Herren dienen soll, dient am Ende keinem! Die Deak-Partei hat keine 
besondere Schwärmerei für das Jncompatibilitätsgesetz, welches ihre Stütze, das 
Mamelukencorps, zu sprengen bestimmt wäre, und hat es auch schon dahin zu brin 
gen gewußt daß die Sache getrennt behandelt werden soll, zuerst die Wahlreform, 
dann das Anti-Mamelukengesetz. Wenn nur nicht, nachdem das neue Wahlgesetz 
beschlossen worden, die Zeit plötzlich zu kurz wird um auch das andere Gesetz zu. 
beschließen, natürlich zum Leidwesen der Minister und der Partei! 
Ebenso wichtig schiene uns—dermalen jedoch ohneAussicht auf Verwirklichung, 
denn keine der beiden Parteien möchte auch nur einen Sitz verlieren — eine Herab 
setzung der Ziffer der Abgeordneten. Deutet ja die schon fast zur Regel gewordene 
Abwesenheit von mindestens 100 Abgeordneten darauf hin daß die Ziffer von 430 zu 
hoch gegriffen und auch unnöthig sei. Das Land ist kaum im Stande diese Summe 
von unabhängigen gebildeten Politikern zu produciren, so daß einmal die Cumu 
lirung von Negierungsamt und Abgeordnetenmandat darin eine Art von Entschul 
digung findet, und andererseits politisches Mittelgut — gelinde gesagt — die- 
Bänke des Hauses füllt. Das Abgeordnetenhaus steht bei keiner Frage von höherer 
Bedeutung, betreffe sie das Unterrichts-, Eisenbahn -oder Bankwesen, auf der 
Höhe der Lage, und es gilt von demselben was Eötvös in einem Augenblick des Un- 
muths sagte: bei uns muß der Staatsmann zu den Abgeordneten herabsteigen, 
nicht daß er sie zu sich heraufzöge. 
Zur Ophirfrage. 
* Ueber diesen durch die neueste Veröffentlichung A. Petermanns (s. Allg. 
Ztg. Nr. 39) angeregten Gegenstand schreibt H. Kiepert in der „Nat. Ztg. :* 
„So erfreulich es ist daß der unermüdliche Eifer des wackern deutschen Afrikareisen 
den Mauch nicht allein durch Gold und Diamantenfünde, sondern auch durch un 
geahnte Entdeckungen von hohem archäologischen Interesse belohnt wird, so nöthig 
scheint cs uns die ernstesten Bedenken gegen die eiligen Schlußfolgerungen auszu-. 
sprechen, welche Petermann sofort an die vorläufigen kurzen Nachrichten über den 
Charakter jener Ruinen anknüpft. Schon zum dritten- oder viertenmal seit kur 
zem sehen wir hier wieder die vier Jahrhunderte alte portugiesische Fabel aufge 
wärmt , die das damals neucsttdeckte Goldland Sofala mit dem biblischen Ophir 
in Zusammenhang bringt. Wer jene Ueberlieferungen über ältesten Völkerver 
kehr auch vom sprachlichen Standpunkt studiert hat, weiß daß die Ophirfrage 
längst nicht mehr eine offene, sondern namentlich durch Lassens gründliche Unter 
suchung schon vor einem Vierteljahrhundert definitiv zu Gunsten Indiens entschie 
den ist: in erster Reihe dadurch daß die im Alten Testament überlieferten Namen 
aller heimgebrachten Produkte Ophirs (Elfenbein, Pfauen, Affen, Spezereien> 
als kaum veränderte Sanskritwörter und Ophirs Name selbst als die indische Be 
nennung des unteren Jnduslandes, Abhira, nachgewiesen, und die Bedenken we 
gen der natürlichen Goldarmuth dieses Theiles von Indien widerlegt worden 
sind. Dieses Indien, dgs nachweislich seit und wahrscheinlich vor jener Zeit in 
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beständigem Seeverkehr mit den Ländern des Westens, namentlich der Euphrat- 
Mündung, geblieben ist, soll durch eine vage Vermuthung wieder beseitigt werden 
Lu Gunsten eines südafrikanischen Landstrichs, von dem die gesammte Culturwelt 
des Alterthums, namentlich die wissenschaftliche Literatur der Griechen, der doch 
keine der sonstigen phönizischen Entdeckungen entgangen ist, absolut nichts weiß? 
Der zum erstenmal im arabischen Mittelalter und zwar erst von ziemlich späten 
Autoren , aber von keinem der vielen arabischen Geographen vor dem 13. Jahr 
hundert mit Namen genannt wird? Wer gar auf angebliche einheimische (offenbar 
Don den Arabern importirte) Sagen von König Salomons sabäischer Freundin 
Gewicht legt, vergißt, daß diese mysteriöse Dame durch den ganzen Orient gerade. 
wie Salomo selbst und Jskender-Dhulkarnein (d. h. Alexander der Große) oder 
wie im Alterthum Semiramis vom Volk als Urheberin mächtiger Bauwerke un 
bekannten Ursprungs gefeiert wird." 
Neueste P o fi e tt. 
X München, 14 Febr. Se. Maj. der König wohnte heute Vormittags 
bem Gottesdienst in der Allerheiligen-Hofkirche bei und ließ vor Beginn der hl. 
Messe von dem celebrirenden Priester sich einäschern. 
X München, 14 Febr.. Der Abgeordnete vr. Anton Schmid hat als Re 
ferent des H. Ausschusses, der Kammer der Abgeordneten über den Antrag 
des Abg. Dr. Frankenburger und Genossen: „die Gründung eines allgemeinen Staats- 
Schulfonds und die Aufhebung des Schulgeldes für den Unterricht in den Volksschulen 
betreffend" — den Vorschlag gemacht, zu beschließen daß dem Antrag eine Folge nicht 
zu geben sei. Der Abg. Frhr. v. Stauffenberg hat hierauf in der Sitzung des 2. Aus 
schusses 2 Anträge eingereicht: einen Modificationsantrag, der die Ausarbeitung eines 
Gesetzentwurfes bezielte, durch welchen das Schulgeld für die Volksschule aufgehoben 
mnd der dadurch entstehende Entgang auf Gemeinde, Kreis und Staat vertheilt würde, 
und einen Präjudicialantrag: „daß die Sache bis zum Erlaß der neuen Geschäftsordnung 
zurückgestellt werde." Bei der Abstimmung wird der Präjudicialantrag des Frhrn. v. 
Stauffenberg mit 6 gegen 2 Stimmen, dessen Modificationsantrag mit 7 gegen 
1 Stimme verworfen und der Antrag des Referenten mit 6 gegen 2 Stimmen 
'(Frhr. v. Stauffenberg und Crämer) angenommen. Der Cultusminister v. Lutz hatte 
in der Sitzung erklärt daß die kgl. Staatsregierung im Principe für die unbedingte Auf 
hebung des Schulgeldes ohne allen Vorbehalt sei; der unentgeltliche Unterricht fei eine 
nothwendige Folge des Schulzwanges. Was die Ausführung betreffe, so könne die Re 
gierung gegenwärtig der Vorlage der Aufbesserung der Lehrer gegenüber ein solches 
Postulat nicht stellen. Mit der Uebernahme der ganzen Last auf die Staatskasse würde 
«ine Ungerechtigkeit gegen jene Gemeinden begangen welche das Schulgeld bereits auf 
Ihre Caffen übernommen hätten. Die geforderte Summe von 10 Millionen würde 
bei weitem nicht ausreichen, da nach den Berichten der Regierungen eine nicht 
unerhebliche Vermehrung des Schulgeldes eingetreten sei; die Entnahme dieser 10 
Millionen aus der Kriegsentschädigung sei übrigens auch nichts weiter als eine 
Deckung aus laufenden Mitteln. Gegen den Antrag des Abg. Frhrn. v. Stauffenberg 
sich auszusprechen, habe die Regierung keinen Anlaß, da er nur dahin abziele daß die 
selbe prüfe ob und wie das als richtig anerkannte Princip durchführbar sei. — Der 
Gesetzgebungsausschuß kam in der heute abgehaltenen Sitzung in der Berathung 
des Gesetzentwurfes, die durch die Einführung des Strafgesetzbuches für das Deutsche 
Reich bedingten Abänderungen der Militärstrafgesetze betreffend, bis zu Artikel 115. 
Hervorzuheben ist aus der Berathung daß die in dem Entwurf enthaltene Bestimmung 
-einer motivirten Ablehnung der Geschwornen von dem Ausschuß nicht acceptirt wurde. 
Industrie, Handel nud Verkehr. 
0 New-Aork, 29Jan. (Vom amerikanischen Geldmarkt). Die Börse 
hat viel Äehulichkeu mit einem Pferdemarkt. Dieselben Physiognomien, dieselbe Aufregung, 
derselbe Lärm, Angebote und Zuschlag, Gewinn und Verlust, Schmuser und Roßknechle 
(Reclamenschreiber), welch letztere den Kauflustigen deuBerkaufSgegenstand auf eine geschickte 
und anziehende Weise vorzuführen wissen. Auch auf der Börse geht'» dem Käufer häufig 
rvie auf dem Pferdemarkt: zumeist erst wenn er das erhandelte Object zu Haufe hat, eut- 
deckt er daß er nicht den besten Handel gemacht. Diese Erfahrung wird dem Publicum 
bei den ueueflenö in Deutschland geschehenen Einführungen amerikanischer Werthe nicht 
erspart bleiben. Ziehen wir einmal die Morris- und Essex-Eisenbahn-Morr- 
gage-BondS in nähere Betrachtung. Diese Compagnie hat ein Actiencapital im Nomi 
nalbetrag von 13,667,200 Dollars, wovon indessen höchstens 20 Procent baar von den 
Actionären einbezahlt worden sind. Diesem gegenüber steht eine erste Hypothekenschuld mit 
5,0.0,000 Dollars und eine zweite Hypothekenschuld von 3,000,000 Dollars, welchen jetzt 
«ine dritte Hypothekenschulv von 5,000,000Dollars beigefügt werden soll, und wovon em 
Theil mit 1,250,000 Dollars bereits in Deutschland zur Zerchnung aufgelegt worden ist. 
Auch wenn man die Differenz deS gegenwärtige» MarktwerlhS mit dem Nominalwerth der 
Morris- und Effcx-Actien, welche etwa 17 Proeent beträgt, außer Acht läßt, so ist doch 
bereits das obige Actiencapital der Bahn durch die Hypothekenschuld von 13,000,0^0 D. 
auch ohne den Betrag der unwandelbaren Bonds von 1,665,000 D. erreicht. ES hat zwar 
die Delawarc-Lackawanna- und Western-Eisenbahn-Eompaguie mit dem Betrieb derMorriö- 
nnd Essex-Bahn auch deren Verbindlichkeiten übernommen; hat aber auch den Actionären 
der Morris- und Essex-Bahn eine jährliche Dividende von 7 Procent zu bezahlen, und die 
Einnahme der Morris- und Essex Bahn betrug im Jahr 1870 nur 957,521 Dollars. Zu-, 
dem bezieht die Delaware-Lackawanna- und Western-Bahn ihren Gewinn hauptsächlich aus 
dem Kohlenbetricb, wobei nicht außer Acht zu lassen ist daß die bevorstehende Herabsetzung 
de« Eingangszolls auf Kohlen die Einnahmen der Bahn wesentlich ändern kann. Ich 
will invesseu nicht unterlassen anzuführen daß die genannten Securitäten hier noch unter 
die Kategorie „gut" kommen; der Capitalist iu Deutschland mag sich hiernach zur Beur 
theilung amerikanischer Securttäteu seinen Maßstab bilden. Jedenfalls ist es etwas stark 
«in Aulehen das in Currency heimbezahlt wird sich iu Gold bezahlen zu lassen. Wenden 
wir uns nun zu der Anleihe der Stadt Washington Wir dürfen die schwache 
Seite derselben um so weniger unvcrhüllt lassen, als das Anlehen in Stücken selbst von 
50 Dollars geboten wird, also namentlich zur Anlegung für btc kleinen Leute eingerichtet ist. 
Wen» Washington, der Sitz der Bundesbehörden und des Congresseö, im Fortschritt mit 
den Schwesterstävten bedeutend nachhinkt, so ist daran gerade der Umstand schuld daß 
es die Bundeshauptstadt ist. Wenn aber der Präsident in seiner Congreßbotschaft sagt 
(siehe den Prospekt): „Unter der Leitung der Territorialbeamten ist ein System von Ver- 
bisserungen eingeleitet worden, mittelst dessen Washington auf dem besten Weg ist eine solche 
Stadt zu werden wie es die Hauptstadt der Station zu sein verdient u.s.w.," so steht dem 
gegenürer eine Eingabe von 1000 Bürgern in Washington an den Congreß. In dieser Eingabe 
wird die neue Territorialregierung grober Mißbräuche, der Verschleuderung, der Unfähigkeit 
und der Corruption beschuldigt und eine Untersuchung verlangt. Namentlich ist betont daß die 
Behörde für öffentliche Bauten ihre Befugnisse überschreite, und sich unbeschränkte Vollmacht von 
der Legislatur zur Verausgabung von 12,000,000 D., welche durch Anleihen und Steuern auf 
zubringen sind, habe ertheilen lassen. Neben anderen Verschwendungen würden Bauten und 
Anlagen aller Art in zum Theil höchst unsinniger Weise begonnen und dabei dem Bolle, 
nicht die geringste Einsicht in die Amtsführung gestattet. In sieben Monaten seien für die 
Legislatur über 200,000 Dollars verausgabt worden, und die Subvention der Presse werde 
auf die schamloseste uub verschwenderischste Weise daneben u. w. Unter solchni Ver 
hältnissen, und solange nicht eine aufrichtig gemeinte und genaue Untersuchung über.oic Ankla 
gen stattgefunden hat, ist das Anlegn der Stadt Washington als keine sichere nnd ruhig 
Capital-Anlage zu betrachten. Es gebricht mir heute an Raum um die übrigen amerikaui» 
fchen Emissionen iu Deutschland einer Revision zu unterziehen; ich werde dieß aber in der 
Folge nachholen und jetzt zu der Wochenübersicht der Börse übergehen. Die schon seit 
einigen Wochen anhaltende SpeculationSlust in der Fondsbörse ist, wie schon der Einsatz 
der Curse am Montag zeigte, im Abnehmen begriffen. Beinahe alle Actien eröffnete« 
ziemlich niedriger als sie in der Vorwoche schlossen. Union-Pacific schlossen in der 
Vorwoche mit 93% und setzten am Montag mit 36 ein; Wabash eröffneten um %, 
Northwestern um % niedriger; Hannibal und St. Joseph pref. schloffen mit 71 und er 
öffneten sogar mit 65%; wobei freilich die Controverse über die TranSferirung der Hanni 
bal- und St. Joseph-Eisenbahn an die Atchison- und Pike'S-Peak-Eisenbahn-Compagnie 
ihren ungünstigen Einfluß ausgeübt haben mag. Im Durchschnitt der Woche haben in 
dessen dre Curse nichts wesentliches eingebüßt. Dir Schlußcurse sind zum Theil etwas 
besser als die Eröffnungscurse. So schlossen z. B. Union-Pacific mit 386 g, Wabash 75%, 
Northwestern 73 V;, Hannibal und St. Joseph 65% Die unterbrochene SpeculationSlust findet 
darin ihre Erklärung daß viele Actienbesitzer welche früher billig kauften zu demhohen Curs wieder 
verkauften,um damit einen Gewinn zu realisiren. In State-BondS ist der Verkehr still. In den- 
Angelegenheiten der repudiationssüchtigen Südstaat en hat sich nichts geändert, und die 
Januar-Session der Legislatur in Georgia verlief ohne daß eine Abänderung des Re- 
gistrirungsgesetzes zu Gunsten der auswärtigen Georgia-Bondsbesitzer getroffen worden 
wäre. Die wiedererwachte Emissionslust für amerikanische Werthe auf europäischen. 
Märkten hat ihre Rückwirkung für hier nicht verfehlt und zu weitern Versuchen er 
muntert. Der Capitalist in Deutschland welcher für amerikanische Anlagen eingenommen 
ist wird für die nächste Zeit eine große Auswahl zur Verfügung haben; er braucht 
also keineswegs sich zu beeilen. Leider sind die meisten in Deutschland verbreitete« 
amerikanischen Mortgage-Bonds auf der New-Dorker Börse gar nicht zugelassen, und die 
unterderhand empfangenen Notirungen sind nicht immer zuverlässig. An der Börse 
notiren 70/ 0 Pacific-Miffouri 99%, Central-Pacific-Gold-Bonds 102%, Union-Paeific I. 
M'ge Bonds 92%. Der Bank-Ausweis vom 27 Januar zeigt nur eine Zunahme von 
918,800 Doll, in Legal Tenders und in der Ueberschuß-Reserve einen Rückgang von 
1,703,900 Doll. Der Geldmarkt ist indessen dadurch noch nicht beeinflußt, die maßge 
bende Leihrate betrug 5—7% für Darlehen auf Einberuf; Platzwechsel auf drei Mo 
nate fanden Unterkommen zu 7%. Das Goldagio hat sich wieder mehr von de« 
Einflüssen befreit welche das Gerücht von der 600,000,000 Doll. RegierungsboudS- 
Emssston verursachten, und wenn sich auch bis jetzt in diesem Gebiete noch wenig- 
Speculation zeigt, so scheint doch manches ' darauf hinzudeuten daß sich eine solche i« 
der nächsten Zelt entwickeln und das Agio wieder höher gehen wird, wozu namentlich die 
spanischen Verwicklungen eine Handhabe bieten werden. Es schloß mit 109% am Sams 
tag gegen 109% am Beginn der Woche. - Die Goldclarirung in der abgelaufenen Woche- 
belief sich auf 161,450,000 Doll. Ueber Regierungsbonds ist nichts besonderes zu berichte«. 
Telegraphische CurS- rrrrd Handelsberichte. 
* Berlin, 14 Febr., 12 Uhr 10 M AnfangSbericht. Oesterr. Lreditactien 205%> 
1860 Loose 91, österr.-franz. StaatSbahu 240%, Lombarden 126%, Italiener 65%, Die 
Rerlten-Lommandit-Anth. 215%, 1882er Amerikaner 97, Türken 46$ 8 , Rumänen 49, Köln- 
Mi»d.Präm.-Aul. 99. Galizier 118%, Silberrente—. Stimmung: fest. 
(*) Berlin, 14 Febr. Schlußcurse: Bayer. bproc. Aul. v. 1870 100%, bayer. 
4%proc. Aul. 100, 4proc. Präm.-Anl> 117, bad. Präm.-Anl. 114%, 4%proc. preuß. 
Alll. 100%, Preuß. Tentral-Boden-Lreditactieü 127%, DiSconto-Commaudit 217%, Köln- 
Minden» L. 98%, 1882er Amerikaner 96%, österr. Silberrente 63% Papierrente 55%, 
österr. 500fl.-L. v. 1860 91%. lOt-fl.-L. v. 1864 86%, Lreditactien 206%. Lombarde« 
125%, österr.-franz. StaatSbahu 239%, junge StaatSbahu —, Prioritäteu 299, Galizier 
117, Türken 48%, Rumänier 48%, ital. bproc. Rente 65%, Südd, Bodencreditbant 
118% Nordwestb. 131%, Ungar.Ostv. 78%, bproc. Lombard-Prior. 86 %- Oberheffeu 87% 
Unionbauk 122%, Rhein. Eisenbahn 174%, sächs. Hypoth.-Pfandbriefe 36%, Preuß. Bank 
206, schweiz. Westbahn52%, Darmstädter 189, Gotthardbahn 102%. Wechsel: Wien 87%. 
Tendenz: Schluß schwächer. 
(*) Berlin, 14 Febr Productenmarkt. (Schlußbericht.) Roggen pkr Febr. 54%, 
per April-Mai 55%, per Mai-Juni 55%, per Juni-Juli 56%&• Stimmung: matt. — 
Weizen per Febr. 80, per April Mai 79%. — Rüböl per Febr. 28%, per April-Mat 
28%. Spinlus per Febr. 3313, per Apnl-Mai 23.17. 
* Köln, 14 Febr. Productenmarkt. (Schlußbericht.) Weizen Tendenz niedriger, effect. 
hiesiger 8.15, fremder 6.15, per März 7.23, per Mai 7.26%, per Juli 8.15. Roggen, 
Tendenz niedriger, effect. hiesiger 6.10, per März 5.12% per Mai 5.18, per Juli 5.22. 
Rüböl, Tendenz unverändert, effect. hiesiges 14%. per Mai 14%o» per Oct. 13V» 
Leinöl 13. 
(*) Hamburg, 14 Febr. Productenmarkt. (Schlußbericht.) Weizen loco Tsndenx 
ruhig, aus Termine Tendenz ruhig, per Febr.-März 162 Br,, 160 G., per März-April 
— Br., — G., per April-Mai 164 Br., 163 G., Mai-Juni 164 Br., 183 S. Roggen 
loco Tendenz ruhig, aus Termine Tendenz ruhig, per Febr.-März 113 Br., 112 G., per- 
März-April — Br., — G., per Aprll-Mai 114 Br., 113 G., per Mai-Juni 114 Br.. 
113 G. Hafer loco Tendenz fest. Gerste loco Tendenz still. Wetter: leichter Froste 
* Wien, 14 Febr. Vorbörse. Lreditactien 348%, Lombarden 212, Napoleons 
9.04, Auglo-«uftriau 369.50, UuionSbauk 299.50. Tendenz: Hausse. 
(*) Wien, 14 Febr. Schlußcurse: Silberrente 7120, Paprerrente 62.60, 1860er L. 
104, 1864er Loose 148,25, BankacUeu 848, Lreditactien 353. Lombarden 215 30, 
Staatsbank 409.50, Anglo-Austrian373 50- Franco-Austrian 137.75, Urions bank 30L Galizier 
264.25, Franz-Joseph 209.50, Prioritäten 101.50, Rudolfsbahn 171, Prioritäten 93>, 
Elisabeth 247, Napoleons 9.01%, Alföldbahu 183 50, Nordwestb. 333.75. Prior. 10130. 
Wechsel: Augsburg 95 20, Frankfurt 95 35, London 113.50, Paris 44.20. Tendenzr 
Hausse. 
* Wien, 14 Febr. Abend-Privatverkehr. Lreditactien 351.80, 1860er. L. 104, 
1864er L. 148, Staatsbahn 407, Lombarden 215.20, Napol. 9-.02, Papierrente 62.60, 
Frauco-Austrian 138, Anglo-Aüstrian 373, UuionSbauk 302.50. Tendenz: sest^ 
* London, 14 Febr. Eröffnungscurse. Zproe. LousolS 92%. 1882er Amerikaner- 
91%, Türken 49%, Spanier 31%g. 
(*) London, 14 Febr. Gctreidemarkt. (Schlußbericht.), Beschräulter Umsatz be» 
nominellen unveränderten Preisen. Wetter: feucht. 
(*) Liverpool, 14 Febr. Baumwollmarkl. (AnfangAVicht.) Mutmaßlicher Um 
satz 10,000 B. Tendenz ruhig. Tagesimport 19,000 B. 
(*) Paris, 14 Febr. Eröffnungscurse. 3proc. Rmte 56.70, Lproc. Anl. 91.80^ 
österr.-franz. Staaröb. 906.25, Lombarden 480> bproc. itai Aul. 66.60. 1882« Amerik. 
105.25, lürk. Aul. 50.60. Tenderrz: fest. 
* Paris, 14 Febr. Schlußcurse. bproc. Aul. —, 4%proc. Reute 82.5H 3pror. 
Reute 56.72, 1882er Amerikaner 105.53, öproc. Italiener 86.75, Lredit Mobilier 477.50, 
Lombarden 481.25, Staatsbahn 905, Spanier 31.43, Türken 5&50, Pariser Anleihe 
253.75, Lrsdit foncier 932.50. Wechsel: Frankfurt A3, London 25.51. Goldagio 6. 
Tendenz: fest. 
(*) Paris, 14 Frhr. Productmmarkt. (Gck-lußbericht.) Mehl 8 Marken per lauf.. 
Monat 75, per März-Stzül 75.25, p« Mai-Aug. 74. Tendenz: Weichend. — Rüböl per 
lauf. Monat 105, per März-Aprll 1V5, per Mai-Aug. 104 50. Tendenz: ruhig. Zucker 
6850. 
* Amsterdam, 14 Febr. Börse. 3proc. Sparner 31% 6proc. Amerikaner 97 %, 
5proc. Papierrente 54%, bproc. Silberrente 62., 1864er L. 145%. bproc. Türken 49. 
* Amsterdam, 14 FeLr. Productei.markt. (Schlußbericht.) Weizen geschästslos. 
Roggen flau, r-er Mai 196%. Rüböl lo-.-o 4fc, per Mai 48, per Herbst 45. 
(") Vt0w-Yor?, 13. Febr. Goldagio 110%, Wechsel m Gold 109%. 1885er 
BoudS 111%, neue 108%, Eriebahn 31..% Illinois 131%. Baumwolle 22%. Petro 
leum in Phtladelvbia 21%. 
^1571—76) IRST Lvir machen setzen Leidenden aus die..Naturyrll»nst.ult des Pe^rn 4h, in Hhal, Thüringen, ausmertsam. Prospeele un» J»yres<-crityie gratis^
	        

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