Volltext: Zeitungsausschnitte über Herman Grimm

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Z 9 
aus: Tägliche Rundschau, Abendblatt, Nr.278 1901,Jun.17 
1.Beilage S.7 
rrman Grimm Geh. Negierungsrat 
its --- Professor Dr. Herman Grimm 
ist gestern im Atter von 73 JahrerT ge 
storben. 
Lerman Grimm wurde am 6. Januar 1828 als Sohn boit 
Wilhelm Grimm in Kassel geboren und ließ sich nach 
langjährigen philosophischen,' juristischen und historischen 
Studien zu Berlin nieder, wo er 1872 zum Professor 
der Kunstgeschichte an der Universität ernannt wurde und 
seitdem ununterbrochen als einer der hervorragendsten 
Vertreter dieses Lehrkörpers thätig war. Es wird einer 
seine Laufbahn begann. In den „Essays" und 
„Neuen Ejsays" betrat er zum erstenmal das ihm eigenste 
Gebret der Knlturbetrachtung, auf dem er mit seinem „Leben 
Mrchelangelos" ein Meisterwerk beisteuerte. Aus seinen 
Vorlesungen an der Berliner Universität ging sein eigen 
artiges Buch „Goethe" hervor, während er seine Homer- 
studren in dem Werke „Homer. Ilias 1. bis 9. Gesang" ver 
einigte. Grimms hervorragendste Bedeutung liegt wohl 
darin, daß er auf dem weiten von ihm beherrschten Gebiet 
der Geistes- und Kulturgeschichte einer der größten „Anreger" 
war, darin ein würdiger Erbe und Vertreter seines Namens, 
der durch das Wirken der Brüder Jakob und Wilhelm 
Grimm schon fast seit einem Jahrhundert zu den besten 
und teuersten im deutschen Lande zahlt.
	        

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