Full text: Zeitungsausschnitte über Jacob Grimm

Panofka, Th-, Gemmen mit Inschriften in den Königlichen 
Museen zu Berlin, Haag, Kopenhagen, London, Paris, Petersburg 
und Wien. (Mit 4 Taf.) S. 385-519. 
Uh den, W., Ueber drei antike Musi»-Gemälde im König!. 
Preußischen Museum. 1825. S. 65—74. 
Uh den, W., Ueber die etruskischen Todten-Kisten im hiesigen 
(Berliner) König!. Museum. 1827. S. 201-215. 1828. S. 233 
biS 244. 
Cöpenick. Erman, Joh. Pet., Memoire historique sur la 
ville et le chäteau de Coepenick. 1804. pag. 33—49. 
Prov. Preußen. Hagen, Gotth., Die Preußische Ostsee- 
Küste, in Betreff der Frage, ob dieselbe eine Hebung oder eine Sen 
kung bemerken läßt. 1865. S. 21—41. 
Francheville, Jos. du Fresne de, Diss. sur l’origine du 
peuple Prussienne 1749. ®. 501—519. 
He der, Jo. El., De lingua Herulica, seu Lituanica et 8a- 
mogitica, tum Prussica, deinde Lettica et Curlandica, deinde 
Werulica, et tau dem Sireenorum in Wollust-Usgi Russiae 
magna provincia, Schediasma. Mise. Ber. III. pag. 311—325. 
Bopv, Frz., Ueber die Sprache der alten Preußen. 1853. 
S. 77-131. 
Holst, Gabr., De predigio sanguinis in agro Mariaebur- 
S ensi observato, relatio ad Leeret. Lee. Scient. Berolinensis. 
isc. Ber. III. p. 49—54. 
Prov. Pommern. Pelloutier, Lim., Abrege de la yie 
de Bogilas X., duc de Pomdranie, surnomme le Grand. 1753. 
p. 433-510. 
Neumann, Casp., 8ueeineta relatio ex actis Pomeranicis 
de prodigio sanguinis, in palude circa pagum Stargardiensem 
Sarow, viso, anno 17z4. Mise. Ber. III. p. 60—61. 
Neumann, Casp., De prodigio sanguinis e Pomerania 
nunciato observatio. Mise. Ber. III. p. 62—64. 
Prov. Posen. Levezow, Cr., Ueber mehrere im Großherzog 
thum Posen in der Nabe der Netze gefundene uralt griechische 
Münzen. (Mit 3 Taf.) 1833. S. 181-224b. 
Prov. Sachsen. Küster, G. Gottfr., Commentatiuncula de 
pago Veteris Marchiae Belke sheim. Mise. Ber. IV. p. 227 
bis 229. 
Fürstenthum Halberstadt. Moulines, Guill. de, Memoire 
sur Christian de Brunswick, administrateur d’Halberstadt. 
(Mit 1 Taf.) 1792-93, p. 477-488. 
Grafschaft Mark. Müller, Fr. Chflph., Trigonometrische Ber- 
meffung der Grafschaft Marek nebst einem darnach angefertigten geo 
graphischen Netze. (Mit 1 Taf.) 1788-89, S. 91-142 
Nheinprovinz. Hanssen, Georg, Die Gehökerschaften (Erb 
genossenschaften) im Regierungsbezirk Trier. 1863. S. 75—96. 
Pcrtz, G. Heinr., Ucber das Lantener Recht. 1846. S. 411 
biS,423. 
Allgemeine Bücherkunde des Brandenburgisch- 
Preußischen Staates.^) 
Im Jahre 1867 erschien als Beiheft des -Königlich Preu 
ßischen Staats - Anzeigers- eine -Literatur über das 
Finanzwesen des preußischen Staates« und in dem 
darauf folgenden Jahre eine -Literatur über das Hypo 
thekenwesen des preußischen Staates-. Im Jahre 
1869 wurde eine -Literatur über die norddeutsche 
Sage- und eine -Bibliographie über die Dialekte 
von Nord- und Mittel-Deutschland« veröffentlicht. 
Die vielseitige Zustimmung und Theilnahme, welche 
diese Publikation.n in literarischen Kreisen fanden, gab 
die Beranlaffung, auf der betretenen Bahn weiter fortzuschreiten 
und dir Zusammenstellung einer Literatur über den 
preußischen Staat und seine Geschichte um so mehr zu 
versuchen, als bis jetzt eine solche Bibliographie noch nicht 
vorhanden ist. Dieselbe ist bestimmt, allen Denjenigen, welche 
sich mit dem Studium der preußischen Geschichte beschäftigen, 
das Material und die Nachweise der vorhandenen Vorarbeiten 
zu geben und auf diese Weise den Standpunkt zu fixiren, auf 
welchen die geschichtlichen Forschungen bisher gelangt sind. Bei 
Abfassung dieser Literatur lag es übrigens nicht in der Absicht, 
sämmtliche, die preußische Geschichte betreffende Quellen und 
Hülfsmittel zusammenzustellen, sondern nur eine Auswahl der 
besseren, hierher gehörigen Schriften zu geben. Was endlich 
die Disposition und ganze Anlage dieser Bibliographie betrifft, 
so wurde derselben diejenige Anordnung zu Grunde gelegt, 
welche Dahlmann in seiner Quellenkunde der deutschen Ge 
schichte befolgt hat. Die allgemeine Bücherkunde, die bis jetzt 
gedruckt vorliegt, umfaßt die Literatur der Hülfswissenschaften 
und die Angabe der Quellen und neueren Bearbeitungen. Sie 
enthält demnach 
I. Hülfswissenschaften: 1) Chronologie, 2) Diplomatik, 
3) Sphragistik, 4) Numismatik, 5) Heraldik, 6) Genealogie, 
*) Bearbeitet in ber Redaktion des -Deutschen Reichs-Anzeigers 
und Königlich Preußischen Staats'Anzeigers«. Berlin, 1871. Druck 
und Verlag der Königlichen Geheimen Qber-Hosbuchdruckcrei (R. von 
Decker). Hoch 4. 14 Bg. 
5 
7) Zur Sprachkunde, 8) Geographie und Statistik sMaterialien- 
werke, Darstellungen der Geographie und Statistik des preußi 
schen Staates überhaupt, allgemeine topographische Wörter 
bücher für den preußischen Staat, allgemeine Bevölkerungs- 
Verhältnisse, die einzelnen Provinzen, die einzelnen Regierungs 
bezirke, die einzelnen Kreise, Topographie und Statistik der 
Städte, die ehemaligen Gaue, Landkarten des preußischen 
Staates überhaupt und der einzelnen Provinzen, Seekarten, 
historische Karten), 9) Alterthümer. 
II. Quellen: 1) Nachweisungen, 2) Sammlungen der alten 
Geschichtschreiber und einzelnen Chroniken (allgemeine Samm 
lungen und Chroniken der einzelnen Provinzen), 3) Urkunden, 
und Staatsschriften, A. Urkunden-Berzeichniffe und Regesten, 
B. Urkunden-Sammlungen (allgemeine Urkunden-Sammlungen, 
Staatsverträge, Urkunden-Sammlungen für die einzelnen Pro 
vinzen, Urkunden-Sammlungen nicht prcuß. Lande), 0. Staats 
schriften. 4) Vermischte Sammlungen (theils Quellen, theils 
Abhandlungen enthaltend). 
III. Neuere Bearbeitungen: 1) Allgemeines und Ein 
leitendes, 2) Darstellungen der Geschichte des preußischen 
Staates überhaupt, 3) Spezialgeschichte der einzelnen Provinzen 
und Landschaften. 
Es wird beabsichtigt, an diese Bibliographie des Branden- 
burgisch-Preußischen Staates eine Literatur über den Nord- 
deutschen Bund und das Deutsche Reich anzuschließen. 
Die Insel Mainau. 
Am Eingänge des Ueberlinger- oder Bodmersees, der als 
langgestreckte Bucht einen Theil des Bodensees bildet, erhebt 
sich in der Nähe der jenen Sectheil von dem Untersee tren 
nenden Landzunge aus den klaren Flüchen ein kleines Eiland, 
über welches die Natur alle ihre Reize ausgegoffen hat. 
Schon die Alten deuteten dies im Namen an, den sie dem 
lieblichen Punkte gaben: Maygenowe oder -Mayen-Aue-, 
wie Vadian sagt, -von Lustes wegen.« Und in der That, wer 
sich auf den Wellen des schwäbischen Binnenmeeres gegen das 
liebliche Eiland treiben läßt, fühlt unwillkürlich das Sinnige 
jener Benennung. Seit Jahren aber hat die grüne Insel noch 
eine andere Bedeutung: als Eigenthum des Großherzogs von 
Baden bildet sie regelmäßig alle Jahre den Sommerausenthalts- 
ort für die Großherzogliche Familie. In den jüngstverwiche- 
nen Tagen hat sie auch den Besuch des Deutschen Kaisers und 
damit erhöhtes Interesse erhalten, und Millionen Blicke waren 
ihr zugewendet. 
Bis zu der Höhe von 89 Fuß steigt die Mainau über den 
gewöhnlichen Wafferstand des Sees an. Auf ihren 110 badischen 
Morgen vereinigt die kleine Gemarkung eine Fruchtbarkeit 
und einen Reichthum an Produkten aller Art, wie sie sonst 
nur größere Strecken zu bieten pflegen: Getreide, vorzüglichen 
Wein, feines Obst, Gemüse, Futterkräuter, Hanf, Oel, Holz. 
Neben einer üppigen, abwechselnden Vegetation beleben viele 
gefiederte Gäste von beinahe allen heimischen Gattungen das 
grüne Eiland. Auch die Nachtigall fehlt nicht. Mit den natür 
lichen Reizen des unmuthigen Insellandes verband sich die 
sinnige Menschenhand, um es zu einem würdigen Fürstensitze 
umzugestalten und zu verschönern. So entstanden reizende 
Gartenanlagen um das Schloß. Längs den Ufern, rund um 
die Insel ist ein schöner Reit- und Fahrweg angelegt. Die 
Dampfer des Sees legen auf ihren Fahrten von Constanz 
nach Meersburg und Ueberlingen regelmäßig an, und von Zeit 
zu Zeit bringen Extrafahrten wohl auch größere Gesellschaften, 
die unter Sang und Klang auf dem grünen Plan ein paar 
fröhliche Stunden verleben. 
Aus die Geschichte der Insel Mainau fällt erst mit den 
christlichen Ansiedelungen Licht. Seit den frühesten Zeiten er 
scheint sie als eine Zugehör der Abtei Reichenau, die einst in 
geistiger Beziehung einen Mittelpunkt bildete, von dem weithin 
wohlthätiges Licht und Wärme ausstrahlte. Von der berühm 
ten Abtei kam sie an den Deutschen Orden. Eine Volkssage 
hat sich erhalten, wonach die Herren von Bodmann die ur 
sprünglichen Besitzer der Mainau waren und eine Erbin dieses 
t auses, die ihren kreuzfahrenden Verlobten, den Minnesänger 
ay von Langenstein, durch seinen Eintritt in den Deutschen 
Orden (in Folge eines seine Befreiung aus der Gefangenschaft 
bedingenden Gelübdes) verlor, die schöne Au an den genannten 
Orden vergabte. Die Geschichte weiß nur, daß das Eiland ein 
Lehen der Herren von Langenstein von der Abtei Reichenau 
war. Arnold von Langcnstcin mit seinen Söhnen vergabte es 
um das Jahr 1272 dem Deutschen Orden mit der Bitte, 
daß man dort ein ewiges Haus halte. Die Bitte ward 
gewährt und der Abt von Reichenau gab seine Lehens 
herrlichkeit gegen einen Zins und eine andere Land-Ab- 
tretung auf. So entstand das Ritterhaus zu Mainau. Den 
einen der Söhne des älteren Arnold findet man in der Reihe
	        

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