Full text: 425 Jahre Heinrich Schütz

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Johannes Heugel 
Ohne Titel [„Opus musicum"] 
Signatur: 4° Ms. Mus. 118 
Handschrift Kassel 1534-77 
Einband: ALTVS, Pergamentblatt aus einem Brevier, 13. Jahrhundert. 
Alle Einbände mit doppelter Stimmenangabe und roter Signatur N. 
Aufgeschlagen: Bassus: f. 88 v Schluss der Motette Nr. 80 Vide cui 
fides, datiert 16. Januar 1563; f. 89 r Beginn Nr. 81 CANON. Vivendum 
caute, fallax estfrontis, datiert 25. März (1563); Tenor secundus: 
f. 50 v -51 r Jupiter omnipotens [Tenor secundus Sancte Mathie ora 
pro nobis. Vagans Die khu schreit Muhu], 
Johannes Heugel (um 1500-1585) wurde zwischen 1536 und 1538 „Land 
graf Philipps zu Hessen Gesangsmayster". In einer undatierten Besol 
dungsliste der Hofdiener wird er als „Companist" bezeichnet. 1547 erhielt 
Heugel endlich seine Bestallung zum Kapellmeister. In dieser Position 
blieb er bis zu seinem Lebensende im Jahr 1585. Johannes Heugel lebte 
also ein halbes Jahrhundert am Hof zu Kassel und reiste so gut wie nie. 
Ausnahmen bildeten Aufenthalte in Marburg, wo so manche staatliche 
Feierlichkeit die Anwesenheit der Hofkapelle notwendig machte. Dem 
entsprechend blieb der Wirkungskreis Heugels recht begrenzt, was die 
geringe Verbreitung seiner Werke erklärt. 
Die ausgestellte Motetten-Sammlung ist im Sinne eines „Opus musicum" 
angelegt, wie dies in der Zeit bei Drucken weit verbreitet war. Einige der 
Kompositionen sind Mitgliedern des Hofes gewidmet, wie dem Lehrer sei 
nes Sohnes, Justus Vultejus. Ein Großteil der Einzelwerke ist auf den Tag 
genau datiert.
	        

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