Volltext: Alchemie am Kasseler Hof

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Chemische Öfen 
Hessen, um 1600 
8° Ms. chem. 13, abgebildet: 4 V —5' 
Links der „Faule Heinz" [Piger Henricus], ein chemischer Ofen, in dem 
vier verschieden hohe Temperaturen separat gehalten werden können. 
Das Heizmaterial rutscht von selbst nach. Rechts ein Reverberierofen 
[Herdflammofen], in dem das Material von oben erhitzt wird. 
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[Arnaldus de Villa Nova: 
Rosarium philosophorum 
Hessen, 16. Jh., 2. Hälfte 
8° Ms. chem. 21; abgebildet: 24 r 
Das „Rosarium philosophorum" ist nach Joachim TELLE eine Blütenlese 
aus der gängigen alchemischen Literatur, die dem unbekannten 
Kompilator im 14. Jahrhundert geläufig war. Er stellte die Segmente so 
zusammen, dass fast so etwas wie ein Lehrbuch entstand, das reichlich 
überliefert war, früh gedruckt wurde und noch für Isaac Newton interes 
sant: Aus der prima materia, die über verschiedene Bearbeitungsschritte 
hergestellt wird, entsteht letztlich die „Tinktur", dem Stein der Weisen 
gleichzusetzen. Eingebaut ist das vielfach auch gesondert überliefer 
te „Bildgedicht von Sol und Luna." Abgebildet ist die Rosa rubea, die 
rote Rose in einer Phiole, in der der rote König schreitet; darunter die 
Bildlegende: Am Ende wird dir der König herausgehen, gekrönt mit seinem 
Diadem, glänzend wie die Sonne ...; im linken Schriftband: Ich bin das Elixir 
zum Roten, die unvollkommenen „Körper" umwandelnd ...
	        

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