Full text: Kleine Gedanken

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zontes, weit weniger die Verschiedenheit des moralischen 
Werthes. 
219. 
Wir ehren die Menschheit im einzelnen Menschen 
und verachten den einzelnen Menschen in der großen 
Verwirrung des Menschengeschlechtes. 
220. 
Es gibt durchaus keinen befriedigenden Zustand in 
dieser Welt für den Menschen; in der Bewegung sehnt 
er sich nach Ruhe und in der Ruhe nach Bewegung. 
221. 
Der geistreiche Mensch vergoldet oder veredelt einen 
jeden Gegenstand durch seine Behandlung. 
222. 
Es leben niemals zwei Menschen mit einander, 
wenn auch nur kurze Zeit, ohne gegenseitig etwas von 
einander anzunehmen. 
223. 
Der Mensch ist in demselben Grade mittheilend, 
wie er selbst empfänglich ist. 
224. 
Jede neue Bekanntschaft mit einem geistreichen 
Menschen ist die Entdeckung einer neuen Welt.
	        

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