Full text: [Rezension:] Die althochdeutschen Präpositionen. Ein Beytrag zur deutschen Sprachkunde und Vorläufer eines althochdeutschen Sprachschatzes, nach den Quellen des achten bis elften Jahrhunderts, Von E. G. Graff. (..) Königsberg: Bornträger 1824

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Zur deutschen Sprachkunde. 
XXVIII. Bd. 
der Regel tunthus, todh); aus einer dunkeln Wurzel sun goth. 
sun-drd, ahd. sun-tar; aus sam goth. sam-ath (siinul), ahd. 
sam - ant; aus inn goth. inn - athrd (eggjSev) ; aus ut ut - athrd 
(egtoSer) ; aus i’up (sursum) mp-athrd (av toSer); aus dal 
(vallis) dal-ath (xara ? hinab), dal-atha (xarco) *) dal-athrd 
(xarcoSsr); aus fairra (^roppco) fairr - athrd (xoppcoSev) ; aus 
all all - athrd (navTay^oSev') ; aus alja alj - ath (aA.'Xayjj), alj- 
athrd (aXXayoSzv); aus jain jain-thrd (fxezSer), jain-d 
(IxiiGe). Die deutschen Benennungen der vier Weltgegeuden sind 
noch unaufgeklärt; ich wäre versucht/ in ihnen diese Adverbialbil 
dung zu erblicken : 08 - tana, wes-tana, sun-dana, nor-dana, 
denn warum hätten alle die Lingualis und gerade mit der Unter 
scheidung des t nach 8 , des d nach n, r? Wären die Qotfy. For^ 
men aus-ath, aus-athrd, naur-ath, naur- athrd? Dann 
gliche auch aus dem lat. 0r in oriens, orior und sunn-ath 
hienge zusammen mit sunna (sol)? vgl. das ferb. Mc*mos, rufst 
noc-moRb (oriens) und das lat. aus-ter, das aber Südliches 
nicht Oestliches bedeutet. — Dem goth. inn-athrd, ut-athrd 
etc. vergleichen sich die lat. in-tra, ex-tra, ul-tra, ci-tra 
(für cis-tra), jux-ta (von jungo jugo), con-tra (f. com-tra, 
wie tantus f. tamtus), und mit andern Ausgängen in-tro, 
ul-tro, an-te, sub-tus, in-tus, sub-ter, in - ter, prae 
ter, prop-ter, auch ohne Ausgang pos-t; während super 
(gleich dem goth. afar, ufar) kein t hat/ wohl aber haben es 
zahlreiche Adv. auf-ter und -tim, und die denselben gleichen 
Adj. ex-terus, ex-terior, ul-terior, an-terior, im-terior, 
ul-timus, in-timus, ci-timus, wie im Goth. af-tuma, hin- 
duma u. a. m. Im Griech. vergleicht sich npo-ri unt> av-Ti 
(aus ava - Ti ?) , so wie das Subst. iv-repov 2 ) (in - testinum), 
die 2fbj. avci-rzpos, egeo-ripos^ Igoj-repos*, xarco - repor, xp)- 
repos, und mlleidjt ist daher das r auch in andere Comparative, 
denen es eigentlich nicht zukam, gedrungen? Warum die griech. 
Adverbia der Ortsverhältnisse -Ser statt -rer %ei$en (avoj-$er, 
&Gco-$ev, oW-Ser, X. r. %.) r weiß ich noch nicht zu erklären. — 
Aus dem Slav. fällt npomnvy, npomns (contra) hierher / wahr 
scheinlich auch na-A> no-A und npe-A» was die oben gegebene 
Deutung des na, no aus a»a, yno bestärkt / so daß sich Ha-Ä 
dem an-te, ar-ri; no-A dem suh-tus, sub-ter; und npe-A 
dem xpo-Ti, prae-ter zur Seite stellt. Den Grund der slav. 
l ) Vgl. das mhd. ze tal, thalwärts, ze berge, aufwärts, altfranz. 
ä val, ä mont. Von aval avaler (hinunterbringen). 
*) Ahd. inn-uodari, ags. inn-dtli und ähnliche Formen, vgl. lat. 
ex - ta.
	        

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