Full text: [Rezension:] Die althochdeutschen Präpositionen. Ein Beytrag zur deutschen Sprachkunde und Vorläufer eines althochdeutschen Sprachschatzes, nach den Quellen des achten bis elften Jahrhunderts, Von E. G. Graff. (..) Königsberg: Bornträger 1824

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Zur deutschen Sprachkunde. 
3, 
© Hessisches Staatsarchiv 
wie morgana (cras), T. 38, 5: ubar morgana (perendie), 
jun. 219? Doch Nomina oban, ostan, ruman gibt es nicht, 
wie es ein Nomen morgan gibt, und warum stünden dann nicht 
Acc. solcher Nomina, die Richtung hin zu bezeichnen (wie aller 
dings beim, bojiovöe.), statt jenes -ar? Also auch keine Nomina 
und die Präp. fona scheint dabey unorganisch gesetzt, oder wie 
das lat. a longe unter einer Ellipse. 
3) Zusammensetzung nehme ich in folgenden Fallen Uf/• 
an: iif-an,, T. 22, 5. O II. 19, 40, mit Ace. und Dat. 
(Grafs S. 69, 70); üz ar (Grafs S. 62) mit dem Dat. ^ 
Beyde Ado. üf und üz dienen zur Verstärkung oder Bestimmung i 
der Präp. an und ar, wie zu der mancher anderer (vgl. üz un- 
tar, O. I. 23, 10). Der Beweis liegt theils in dem parallelen 
ük-in, 0. II. 9, 96, und üz-ir; theils dem altn. upp-ä *), 
upp-i und üt-ur. Also nur zufällig gleichen üfan, üzar dem 
gagan, obar. Zu dem ahd. anan, das doch schwerlich eine Re- 
duplication seyn kann, weiß ich nichts zu sagen, als daß es wie 
inan (eum) für in und N’ö obenan, ferrenan (Graff S. 71) 
für obena unorganisch stehe. Vgl. indessen inin (Gra sfS. 10) 
und zuo-zi (S. 268). 
Nächst dem n und r stellt sich für Präpositionen und mit ih 
nen verwandte Partikeln als die wichtigste Ableitung dar die goth. 
Lingualaspirata folglich die ahd. Media d, beyde der Laut 
verschiebung zufolge entsprechend lat. und griechischer Tennis. Die 
Grammatik lehrt aber zwey hierher bezügliche Ausnahmen: erstens 
daß in den Verbindungen ft, st, th Lautverschiebung unterbleibe, 
und alsdann goth. und ahd. t dem th und d für identisch zu er 
achten sey; zweytens daß in gewissen Fällen der Linguallaut über 
die Gebühr vorschiebe, goth. d stehe, wo th, und ahd. t, wo d 
stehen sollte; hier trifft das ahd. t wieder zum t der Alten (z. B. 
in der Präp. miti =3 /tera). Ohne beydes zu wissen, läßt sich 
die einleuchtende Verwandtschaft der lat. Sprache in dieser Prä 
positionenableitung nicht erkennen. 
Aus af (III. b) ist abgeleitet af-tar, äf-ter , ep-tir; der 
Gothe hat in der Präp. afar, aber im Adj. af-tuma und die 
Adv. ak-tana, af-tra. Aus ftam ftam-athja (alienns), ahd. 
sram - adi sass. frem-idi); aus faur (vora) das Adv. vor-dar. 
vur-dir fulterius, eminus), vor-dat o (antecessor), vgl. her 
nach fairrathro; aus hina (illuc) goth hin-dar, hin-dana, 
hin-duma, ahd. hin-tar; aus ana an-d, ahd. an-t, in-t, 
ags. o-dh (welches sicher ein früheres goth. an-th beweist, nach 
*) Ags. up-oll; das ags. ufan ist das ahd. obana, und natürlich 
von jenem ahd. uf-an durchaus verschieden.
	        

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